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Design und Recycling: Möbel aus alten Skiern

Der Grazer Möbelbauer Jakob Lederer findet eine neue, umweltschonende Verwendung für ausgediente Brettl'n.

Letztes Update am 02.01.2012, 08:36


Viele Menschen trennen sich ungern von ihren alten Skiern, mit denen sie manche rasante Abfahrt überstanden und ungezählte elegante Schwünge in den Schnee gezaubert haben.

Die ausgedienten Brettl`n fungieren in der Regel aber ...

... höchstens als Staubfänger in überfüllten Kellerabteilen. Den alten Skiern einen neuen Sinn zu geben, war der Ansporn ...

... des Grazers Jakob Lederer. Alles fing an mit einer Parkbank aus ...

... "pensionierten Latten" - die Idee der Skimöbel war geboren. Bei der Findung neuer Ideen wird Lederer von Michaela Kienleitner unterstützt, die sich auch um die Marketing-Angelegenheiten kümmert.

Mittlerweile baut Lederer alle erdenklichen Möbel aus Skiern. Von relativ naheliegenden Gedanken wie einer Ski-Rodel, ...

... einem Skiständer oder ...

... einem Schuhregal - auf dem auch die klobigen Skischuhe Platz finden - abgesehen, hat der Möbelbauer auch schon ...

... stabile Barhocker, ...

... ausgefallene Garderoben oder ...

... Blumentöpfe kreiert. Alle Möbel und Gegenstände sind natürlich Einzelstücke, bei denen die Designs der verwendeten Brettl`n auch zueinander passen sollen.

Neben den ästhetischen Aspekten steht für Lederer aber auch der Recycling-Gedanke im Vordergrund. Jährlich landen tausende Skier ...

... auf dem Müll. Auf eine Trennung der hochwertigen Materialien wird verzichtet, weil dies mit hohem Energieaufwand verbunden wäre.

Die mit Epoxidharz verklebten Kunststoffe, Holz- und Metallschichten weisen allerdings eine hohe Steifheit auf und ...

... eignen sich damit hervorragend zum Möbelbau.

Der 32-jährige Lederer hat ein abgeschlossenes Maschinenbaustudium hinter sich, konzentriert sich momentan aber voll auf seine Möbel. 2012 will er sein Angebot um eine Geschäftsidee erweitern: handgefertigte Skier, für die er 30 bis 40 Arbeitsstunden investiert. Das Ergebnis lässt sich nicht nur sehen, sondern auch gut fahren.

Die Preise für seine "Recycling-Möbel" beginnen bei 140 Euro (Spiegel, Garderobe). Eine Rodel gibt`s für 190 Euro und mit 560 Euro ist der Skischaukelstuhl das teuerste angebotene Stück.

Immer willkommen sind beim Grazer natürlich Skispenden. Am liebsten sind ihm Stücke aus den 1950er und `60er Jahren.



Letztes Update am 02.01.2012, 08:36


Artikel vom 01.01.1970 01:00 | KURIER | Jonas Müller | « zurück zu Design


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