Letztes Update am 01.06.2012, 12:42
Leistungsträger Sportstätten.
In 55 Tagen werden die 30. Olympischen Sommerspiele in London eröffnet. Die neuen Sportstätten sind schon jetzt startklar. Zu den interessantesten Entwürfen.
Der Countdown läuft. In 55 Tagen werden die 30. Olympischen Sommerspiele in London eröffnet. Die neuen Sportstätten sind schon jetzt startklar. Eine Austragungsstätte für einen internationalen Sportevent in dieser Größenordnung zu realisieren ist Ehrensache. Natürlich stehen die sportlichen Leistungen im Vordergrund. Doch die Visitenkarte eines derartigen Megaevents sind die Bauwerke.Vier neue Stadien, die eigens für Olymopia 2012 errichtet wurden, stehen bereit.
Egozentrisch präsentiert sich etwa die neue Arena für olympisches Schießen im Stadtteil Woolwich. Die Fassade wird von weißen Membranen umhüllt – ein Querverweis auf die Dynamik und Kraft des Schießsports. Kreisrunde Ein- und Ausbuchtungen, weiche Rundungen verleihen dem Komplex eine fließende, harmonische Bewegung. Die farbliche Gestaltung der Kreise ist nicht nur Teil des Farbkonzepte. Sie soll vor allem auch der Besucherorientierung am Gelände dienen. Die Ausrichtung des Gebäudes wurde der Anforderung des Schießsports angepasst.
Entworfen wurde die Shooting Arena vom deutschen Büro magma architecture, die als einziges ausländisches Büro mit der Planung einer neuen Sportstätte für die Olympischen Spiele 2012 beauftragt wurden. „Die Herausforderung lag darin, die Hallen mobil zu gestalten. Sie sollen nicht nur temporär, sondern auch an einem neuem Ort wieder abrufbar sein. Für die Konstruktionen wurden etwa nur lösbare Schraubenverbindungen verwendet. Gleichzeitig mussten alle Materialien recycelbar sein“, so Martin Ostermann von magma architecture.
Das Velodrome erinnert mit seinem doppelt gekrümmten Dach von außen an eine lang gestreckte Halfpipe. Der dominante Entwurf des britischen Büros Hopkins Architects befindet sich im Olympic Park. Die Holzkonstruktion der Gebäudehülle nimmt der voluminösen Form die Schwere. Die Form folgt der Anordnung der Bahn im Inneren und umhüllt diese charmant.
6000 Sitzplätze wurden auf zwei Ebenen aufgeteilt. Die Vollverglasung ermöglicht einen 360-Grad-Blick nach außen. Die Athleten treten hier in den Disziplinen Bahnradsport und BMX an. Nach den Olympischen und Paralympischen Spielen sollen ein Cross-Country-Kurs für Mountainbiker und ein Straßenradsport-Kurs entstehen.
Skulptural präsentiert sich der Entwurf von Architektin Zaha Hadid. Mit der Gestaltung des London Aquatics Centre knüpft sie an die für sie typische organische Formensprache an.
Das 160 Meter lange Dach wird von einer Riesenwelle geformt. Die klare, reduzierte Gestaltung im Inneren ist zurückhaltend
Im Kontrast dazu steht das Material Beton. In Kombination mit den zwei 50-Meter-Becken und dem Sprungbecken, verleiht es dem Innenraum Stärke.
Die Basketball Arena wurde vom Büro Sinclair Knight Merz gemeinsam mit Wilkinson Eyre Architects und KSS geplant.
Die neuen Bauwerke sind dynamisch, innovativ und modern. Im Gegensatz zu vielen Vorgängern will London sämtliche neue Austragungsorte auch im Nachhinein nutzen können. Ein nachhaltiger Grundgedanke und zweifelsohne eine architektonische Bereicherung für London.
Der 115 Meter hohe Stahlturm „Orbit“ des britischen Künstler Anish Kapoor ist das architektonische Wahrzeichen der Olympischen Spiele 2012.
Zahlen, Daten und Fakten finden Sie hier.
(kurier)
Erstellt am 04.06.2012, 07:00