Quelle: "Eine Sauerei, was da passiert"
Quelle meldet 1000 Mitarbeiter bei AMS an Zum Hauptartikel
Für die insolvente Quelle gibt es zwei Interessenten. Sollten die Verhandlungen scheitern, könnte es im Dezember zu ersten Kündigungen kommen.
Auf Grund des Abverkaufs in Deutschland sind etwa 70 Prozent der Quelle-Waren nicht mehr lagernd.
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Der insolvente österreichische Versandhändler Quelle Österreich hat über 1000 Mitarbeiter beim Frühwarnsystem des Arbeitsmarktservice (AMS) zur Kündigung angemeldet. Ab 17. Dezember kann mit den Kündigungen begonnen werden. Wie viele Mitarbeiter dann tatsächlich betroffen sein werden, steht derzeit noch nicht fest.
Wie berichtet, verhandelt die Masseverwaltung mit zwei Interessenten über eine Übernahme, einer von ihnen ist der ehemalige Quelle-Österreich-Chef Martin Lenz.
Am kommenden Montag wurde die erste Gläubigerausschusssitzung einberufen. Besprochen werden dabei mögliche Fortführungsszenarien und die Finanzierung.
Sollte kein Interessent gefunden werden, kommt es frühestens Anfang Dezember zu einem Abverkauf und zu ersten Teilschließungen. Mit den teilweisen Unternehmensstilllegungen dürften dann auch die ersten Kündigungen erfolgen.
Shops noch offen
Das AMS hat sich auf eine Kündigungswelle bereits vorbereitet: Direkt in der Zentrale in Linz wurde eine Beratungsstelle eingerichtet, weiters wurde eine Insolvenzstiftung ins Leben gerufen. Nach Beendigung der Dienstverhältnisse können die Mitarbeiter sofort in die Stiftung eintreten. Sie erhalten umfassende Betreuung und haben die Möglichkeit, eine bis zu vier Jahre dauernde Ausbildung zu absolvieren.
Der Betrieb in den 170 heimischen Quelle-Shops soll jedenfalls so lange wie möglich aufrecht erhalten bleiben. Die Masseverwaltung will das bereits angelaufene Weihnachtsgeschäft noch so gut es geht abwickeln. Die anfallenden Provisionen für die Shops sollen aus der Konkursmasse bezahlt werden.
Offene Ansprüche aus der Zeit vor der Konkurseröffnung müssen laut Kreditschutzverband (KSV) aber als Forderungen im Verfahren angemeldet werden. Dabei könne es bei einzelnen Shops um mehrere Tausend Euro gehen.
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