Monday, May 21, 2012

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Continental GT V8: Sparen mit voller Kraft

Der lange erwartete Achtzylinder-Motor gönnt dem "kleinen" Bentley endlich zeitgemäßere Verbrauchswerte – ohne dabei zu lahmen. Plus: So klingt der neue V8-Motor.

Letztes Update am 23.02.2012, 11:54


Man hat den Mund nicht zu voll genommen. Als die im VW-Sold stehenden Bentley Boys versprochen haben, einen Continental auf den Markt zu bringen, der 40 % weniger verbraucht als das aktuelle Modell mit dem durstigen W12-Zylinder-Motor, war ihnen die Skepsis des Publikums gewiss.

Nicht W12 sondern V8 - der neue Motor im Bentley Continental GT verbraucht um 40 Prozent weniger. In Zahlen: Der alte Motor kam im Normmix auf 16,5 Liter, dem neuen reichen 10,5 Liter.

Der V8-Motor hat 500 PS und ein mächtiges Drehmoment von 660 Newtonmeter.

Die Kraft des Motors wird über eine 8-Gang-Automatik übertragen.

Die zwei zusätzlichen Gänge lassen den Bentley schneller beschleunigen und senken den Verbrauch.

Das Fahrwerk wurde bewusst auf Sportlichkeit getrimmt - der GT V8 fährt schwungvoll durch die Kurven.

Der Preis spricht für den V8: Er ist um 41.000 Euro günstiger als der W12.

webfreetv

Mit der Vorstellung des neuen V8, zeigt sich, dass die Herren Paefgen (Pension) und Eichhorn (heute beim VDA) damals nichts versprochen haben, was ihre Nachfolger Dürheimer (Chef) und Frech (Technikvorstand) nicht halten könnten.

Entwickelt gemeinsam mit Audi, hat der 4-Liter-V8 in der Bentley-Version 500 PS und ein mächtiges Drehmoment von 660 Nm, das von 1700 bis 5000 Touren zur Verfügung steht. Sehr zur Freude des Piloten, der somit auch im "kleinsten" Bentley auf einer nie verebbenden Drehmomentwelle reiten kann.

Achtgang


Suchbild: Links der GTC mit V8-Motor, rechts mit W12 – Unterschiede finden sich bei Felgen und Auspuffendrohr.

Dass die 75 PS und 40 Nm, die der weiter angebotene Continental GT mit W12-Motor nominell mehr zu bieten hat, nicht abgehen, dafür sorgt auch die neue 8-Gang-Automatik (W12: 6-Gang). Die zwei zusätzlichen Fahrstufen sorgen aber nicht nur für mehr Durchzug beim Beschleunigen, sondern auch für mehr Effizienz im Umgang mit dem Kraftstoff. Statt 16,5 Liter im W12-Normmix verbrennt der V8 nur mehr 10,5 Liter.

Im realen Fahrbetrieb wird’s dann schon noch etwas zweistelliger, dennoch ist der Unterschied zum Laborwert mit genormtem Fahrzyklus nicht ganz so groß wie anderswo. Grund dafür ist die Zylinderabschaltung, die beim Dahinrollen 4 Töpfe stilllegt und diese erst beim Beschleunigen wieder zuschaltet.


Gediegenes Ambiente auch im "sportlicheren" GT: Cockpit mit hohem Individualisierungsgrad.

Bewusst auf mehr Sportlichkeit getrimmt, fährt sich der GT V8 auch schwungvoller in Kurven. Einerseits lasten satte 25 Kilogramm weniger auf der Vorderachse und anderseits sorgt auch die Drehmomentverteilung des Allradantriebs von 40 : 60 für erfreuliche Agilität.

Zusammengefasst lassen sich jedenfalls kaum Argumente finden, warum man bei uns mehr als 196.880 (GT) bzw. 215.880 (GTC) Euro für einen Continental ausgeben sollte. Für die rund 41.000 Euro, die der W12 mehr kostet, wird sich doch sicher noch eine andere Verwendung finden.


Letztes Update am 23.02.2012, 11:54


Artikel vom 22.02.2012 13:10 | KURIER | Horst Bauer | « zurück zu Motor


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