Monday, May 21, 2012

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Porsche Cayenne Diesel: Kein Platz für Tabus

Auch wenn es viele noch immer nicht glauben wollen – Porsche und Diesel können zusammenpassen.

Letztes Update am 09.02.2012, 15:49


Wer SUV sagt, muss auch Diesel sagen. Zumindest in Europa. Selbst wenn er Porsche heißt.

Seit die deutsche Sportwagenmarke schlechthin mit dem Cayenne erstmals radikal aus der Spur der Gründerväter ausgeschert ist, war es trotz aller anfänglichen Dementis klar, dass man ...

... an diesem Thema nicht vorbeikommen wird. So wurde die erste Generation des mächtigen SUV gegen Ende der Modell-Laufzeit auch um eine Diesel-Version erweitert.

Schon damals zeigte sich, dass es gelingen kann, den tradierten Markenwerten treu zu bleiben, auch wenn kein potenter Benziner für den Vortrieb sorgt.

Beim neuen erschlankten Cayenne passt die Kombination noch viel besser. Die Abstimmung zwischen der flinken 8-Gang-Automatik und dem für üppiges Drehmoment aus dem Drehzahlkeller heraus sorgenden Sechszylinder-Diesel lässt keine Wünsche aufkommen.

Satter Durchzug in allen Fahrsituationen ist garantiert. Dabei lässt das an die Ohren der Passagiere dringende Motorengeräusch kaum Assoziationen an althergebrachte Diesel-Vorurteile aufkommen.

Verbrauch: Akustische Feinspitze können sich spätestens an der Tankstelle darüber hinwegtrösten, kein V-8-Gurgeln aus dem Motorraum vernommen zu haben. Dort zeigt sich nämlich, dass der Diesel-Cayenne je nach Einsatzgebiet im Schnitt mit 9 (Überland) bis 11 (Stadt) Liter Treibstoff auskommt. Werte, die selbst mit den nicht mehr so gnadenlos durstigen Benzin-Motoren der neuen Generation nicht erreichbar sind – die Hybrid-Variante eingeschlossen.

Und weil wir gerade beim Sparen sind: Die Start-Stopp-Regelung arbeitet exzellent.

So gehen die Kritikpunkte am Testkandidaten also nicht aufs Konto der Motorisierung. Bei der Fahrwerksabstimmung bezahlt man die gebotene Sportlichkeit damit, dass Querfugen in der Fahrbahn voll weitergegeben werden und die ganze Fuhre trotz des langen Radstandes in unelegantes Stuckern gerät (die optionale Luftfederung könnte Abhilfe schaffen).

Und dass die Abdeckungen der Scheinwerfer nach der Waschstraße von innen anlaufen, müsste bei einem Einstandspreis über 100.000 Euro nicht sein.



Letztes Update am 09.02.2012, 15:49


Artikel vom 09.02.2012 15:45 | KURIER | Horst Bauer | « zurück zu Motor


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