Monday, May 21, 2012

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So glanzvoll war die Opernredoute

2.500 Gäste, über 8.000 Rosen und zahlreiche Prominente aus Politik und Wirtschaft - das war die Opernredoute 2012 in Graz.

Letztes Update am 29.01.2012, 11:12


Glanzvoller Auftakt der 14. Opernredoute in der Oper Graz mit Prominenz aus Wirtschaft, Kunst und Politik am Samstagabend: Unter den Augen von Gästen wie Steiermarks Landeshauptmann Franz Voves (S), Justizministerin Beatrix Karl (V) oder Sänger Roberto Blanco legte das gesamte Philharmonische Orchester Graz unter Johannes Fritzsch mit Musik von Meyerbeer und Lehar einen fulminanten Auftakt hin.

Dabei hatten viele Gäste die Einlasszeit 19.00 Uhr eher als Empfehlung genommen: Erst eineinhalb Stunden später gerieten die Garderobieren beim Entgegennehmen der Mäntel einigermaßen in Stress. Für den ersten leichten Tumult unter Fotografen und Kameraleuten vor der Feststiege sorgte das Eintreffen von "Mister Ferrari" Heribert Kasper und seinem Gast, Miss Austria Carmen Stamboli.

Kasper trug standesgemäß ein Ferrari-rotes Jackett mit dem schwarzen Pferd auf der Brusttasche, Stamboli ein rotes, teils bodenlanges Kleid mit einem rosenbesetzten Schulterträger.

Kaum weniger Aufregung unter den Medien verursachte Designer Nhut La Hong (als Gast des Unternehmers Werner Gröbl), flankiert von zwei Damen in wunderschönen bodenlangen Kreationen in zartlila und weißschwarz.

Waren am Nachmittag noch Caterer und Techniker geschäftig durch die Dekorationen geeilt, so waren die 64 jungen Damen aus Österreich und Slowenien bei der letzten Polonaiseprobe schon mit Festfrisur und Krönchen geschmückt.

Einige Gäste aus Wien und anderen Bundesländern staunten nicht schlecht über die an sich schon üppig dekorierte Oper in weiß, rot und gold, die noch dazu mit fast zehntausend Rosen und Granatäpfeln geschmückt war und die sonst nicht öffentliche Bereiche wie die gläserne Bühnenbrücke und die Montagehalle zugänglich machte.

Getanzt wurde von den 128 jungen Damen und Herren übrigens nicht wie sonst immer bei der Redoute zu Carl Michael Ziehrers Fächerpolonaise, sondern zur Polonaise aus Tschaikowskys "Eugen Onegin".

Im Anschluss daran fegten die Tänzer des Ballettensembles der Oper Graz unter der Leitung von Ballettmeister Allen Yu zum "Kaiserwalzer" von Johann Strauss über das Parkett. Der Ballettnachwuchs der Oper Graz ließ mit Höhepunkten aus Tschaikowskys "Schwanensee" nicht nur die Eltern in Entzücken geraten, bevor das Parkett den Gästen selbst gehörte.

Opern-Intendantin Elisabeth Sobotka, die gemeinsam mit den Organisatoren Bernd Pürcher und Michael Tomec auf der Feststiege die Begrüßung der Gäste vornahm, erklärte, sie sei für den Redoute-Abend noch nicht versprochen - was das Fegen übers Parkett angehe. Sie gehe den Abend sehr entspannt an, "mal sehen, vielleicht schaue ich auch in der Diskothek vorbei. Aber ich bin nicht so der richtige Shaker."

Justizministerin Beatrix Karl (V), bereits mehrmals Redoute-Besucherin, gab offen und ehrlich zu, nicht so gerne zu tanzen: "Ich gebe sehr charmante Körbe. Auf Bällen gibt es zudem auch die Möglichkeit guter Gespräche, nicht nur guter Tänze." Rechtliche Konsequenzen für schlechtes Tanzen gebe es keine, so die Justizministerin auf entsprechende Journalistenfragen.

Agil wie immer gab sich Automagnat Frank Stronach bei der 14. Opernredoute: "Ich tanze schon, wenn ich aufgefordert werde", beschied er knapp, aber gut gelaunt. Wie er die Opernredoute einschätze? "Manche Veranstaltungen sind Pflicht, hier auf die Redoute geht man aber gerne."

Gut gelaunt gaben sich auch die steirischen Landesregierer Elisabeth Grossmann und Bettina Vollath (S) sowie Hans Seitinger (V). Grossmann hatte zuvor den Marienstüberl-Ball, das Fest einer Caritaseinrichtung besucht, wo sie über die vielen guten Tänzer überrascht gewesen sei. Sie selbst sei ja Turniertänzerin. Auf Nachfrage präzisierte sie auf steirisch: "Ich tua nia tanzen".

Finanzlandesrätin Vollath erklärte auf die Frage, wie denn der Besuch eines solchen Festes vereinbar sei, wenn das Land einen Sparkurs fahre: "Wer feste arbeitet, darf auch Feste feiern. Ich freue mich immer ganz besonders aufs Tanzen, aber bei der Opernredoute ist es auch das Gesamtpaket, das überzeugt."

Roberto Blanco und Ehefrau Luzandra besuchten die Opernredoute zum ersten Mal. Der Ehrengast von Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig meinte, in der Steiermark sei er immer gerne. "Das ist für mich großartig, das Essen, die Weine...".


Steiermärkische Sparkasse-Vorstand Gerhard Fabisch, hieß als Gast in seiner Loge den schwedischen Botschafter Nils Daag willkommen: "Mein erster Ball in Österreich - in Schweden haben wir etwas in dieser Häufigkeit gar nicht". Er sei kein sehr guter Tänzer, so Daag auf die Frage, ob er das Parkett erobern wolle - im Zweifelsfall sei ein gutes Gespräch einem schlechten Tanz vorzuziehen.

Bis auf wenige Restkarten, die man traditionell für die Abendkasse aufhebe, war die Redoute ausverkauft, so Organisator Pürcher.



Letztes Update am 29.01.2012, 11:12


Artikel vom 29.01.2012 11:11 | KURIER | APA | « zurück zu Leute


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