Weintipp: Z Radikal 2008
Herbert Zillinger aus Ebenthal im Weinviertel ist ein wuchtiges Veltliner-Monument gelungen.
Letztes Update am 05.12.2011, 08:42
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Saturday, February 4, 2012
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Er war schon Falstaff-Newcomer des Jahres und wurde rundherum als Talent gefeiert. Doch so ehrenvoll solche Titel auch sein mögen, aus diesen Einsteiger-Umhängen ist Herbert Zillinger schon lange herausgewachsen. Er ist eine fixe Größe im Weinviertel und mit der Edition Z zeigt er die Möglichkeiten seiner Region auf. Freunde und Kollegen nennen den sympathischen Winzer schlicht "Z", das drängte sich auch als Linien-Bezeichnung für seine radikal reduzierte Art der Weinbereitung auf. Die Weine erfahren eine lange Maischestandzeit, es wird nicht gnadenlos kühl, sondern bei 23 Grad vergoren. Lagerung auf der Vollhefe bis Sommer des Folgejahres. Ein klares Statement gegen die von Zillinger kritisierte "Sauvignonisierung" des Weinviertels. Damit meint er Weine, die durch Aromahefen und eiskalte Gärung an Struktur und Typizität zugungsten von Primäraromen verlieren.
Der Grüne Veltliner Z Radikal ist ein tiefgründiger Wein mit eindrucksvollem Facettenreichtum, mit viel Kraft und einladendem Trinkfluss. Die Trauben dazu wurden erst Mitte November 2008 gelesen. In der Nase rauchige Quitte-Noten, gelbe Birne und maskuline Kräuterwürze. Am Gaumen macht sich ein wuchtiger Körper bemerkbar der durch cremige Restsüße sehr rund und gefällig performt. Es entfalten sich Geschmacksnuancen von weißem Pfirsich, Marillenmarmelade und Ananas. Ein höchst empfehlenswerter Wein, der nicht leicht in eine Schublade passt und noch ein langes Leben vor sich hat.
Ab Hof-Preis: 18,50 Euro
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Artikel vom 16.11.2009 16:00 | KURIER | Bernhard Degen | « zurück zu Genuss
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