leseZEICHEN: Wendepunkte
Michael Horowitz über das Durchhaltevermögen Maribors und die Notwendigkeit der Veränderung.
Letztes Update am 20.02.2012, 13:03
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Wednesday, May 16, 2012
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Drei Manager wurden ausgewechselt, das Budget wurde mehr als halbiert, die Absage drohte. Doch Maribor hat schon Schlimmeres überstanden. Feuer und Hungersnöte, Kriege – und den Kommunismus. Die Stadt, nur rund 70 Kilometer südlich von Graz, in der noch manches von der k.u.k.-Kulisse zu spüren ist, darf sich seit Kurzem Kulturhauptstadt Europas nennen. Gotische Höfe, Stadtpalais für Adel und Klerus, schönbrunnergelbe Gründerzeithäuser neben spiegelnden Büropalästen und eine mit Graffiti verzierte, goldene Tito-Büste: Die Altstadt wird sich im Juli in ein brodelndes Eventgelände verwandeln. Die Londoner Tate Gallery ist zu Gast und dem slowenischen Komponisten Hugo Wolf ein Konzertzyklus gewidmet.
Das Projekt "Terminal 12" bringt zwölf Nobel- preisträger in die Universitätsstadt, die als Denker in Residence Strategien für Maribor – und ganz Europa – entwickeln sollen. Unter dem Motto Zavrtimo skupaj ! (Der Wendepunkt).
Wir alle brauchen einen Wendepunkt, nicht nur in finanziellem Sinn, sondern auch auf geistiger Ebene, sind sich die Veranstalter sicher.
michael.horowitz(at)kurier.at
Letztes Update am 20.02.2012, 13:03
Artikel vom 17.02.2012 11:54 | KURIER | Michael Horowitz | « zurück zu Freizeit
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