Letztes Update am 24.07.2012, 15:36
In Wien gibt es künftig keinen ambulanten Alkoholentzug mehr. Das Anton Proksch Institut stellt die Behandlung aus finanziellen Gründen ein.
Alkoholabusus ist eines der größten sozialmedizinischen Probleme Österreichs und doch wird es in Wien keinen ambulanten Entzug mehr geben. Das Anton Proksch Institut (API) bietet das in seinem Ambulatorium in Wien-Wieden nicht mehr an. Der Grund: "In den letzten Jahren haben wir immer wieder Leistungen angeboten, die wir nicht abgegolten bekommen haben. Das war immer eine Art Querfinanzierung, leider ist das nicht mehr möglich", erklärt API-Verwaltungsdirektorin Gabriele Gottwald-Nathaniel.
"Ein ambulanter Entzug bedeutet in etwa drei Wochen eine intensive Betreuung, bei welcher der Patient vier Mal pro Woche in die Ambulanz kommt", erzählt Gottwald-Nathaniel. Das ließe sich mit dem Gegenwert eines Krankenscheins der Wiener Gebietskrankenkasse von 32,87 Euro, den die API pro Patient im Quartal bekommt, einfach nicht abgelten.
Beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger und bei der Wiener Gebietskrankenkasse verweist man auf den bestehenden Vertrag.
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