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KURIER

Letztes Update am 16.05.2012, 17:54

Nach Unfallserie: KURIER startet „Vorrang für Kinder“. KURIER und Polizei reagieren auf die Serie von Kinderunfällen. Ab sofort wird aufgeklärt und intensiver kontrolliert

Sechs schwere Verkehrsunfälle mit verletzten Kindern innerhalb von drei Tagen allein in Wien – das verlangt nach Reaktionen. Und das sofort.

Gemeinsam mit der Polizei ruft daher der KURIER alle Verkehrsteilnehmer zu mehr Vorsicht im Straßenverkehr auf. Auch die Eltern sind gefordert, ihre Kinder auf die Gefahren im Straßenverkehr besser vorzubereiten. Um diese Serie an Kinderunfällen zu beenden, wird auch die zu Schulbeginn bewährte Aktion "Vorrang für Kinder" neu aufgelegt.

Dabei geht es primär um Aufklärung, aber auch um verstärkte Kontrollen im Straßenverkehr. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hat verstärkte Aktivitäten in ganz Österreich zugesagt: "Wir dürfen die jüngste Entwicklung nicht ignorieren, sondern müssen an das Bewusstsein der Eltern, Schulen und Kinder appellieren. Daher wird sich die Polizei diesem Thema verstärkt annehmen und die Kontrollen zum Schutz unserer Kinder verstärken."

Der Auftakt wird in Wien gemacht, bestätigte Landespolizeikommandant Karl Mahrer. "Wir nehmen die Situation sehr ernst. Wir intensivieren ab sofort unseren Polizeieinsatz vor den Schulen und auf den Straßen. Aufklärung und Kontrollen sind ein Gebot der Stunde."

Gefahrenstellen

Aufgerufen sind auch die Eltern. Wer in Österreich gefährliche Schutzwege und Situationen für Kinder kennt, schickt diese am besten (mit Foto) an vorrangkinder@kurier.at . Diese werden von der Polizei analysiert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet, darunter fallen auch verschärfte Kontrollen auf den Straßen. Von Vorarlberg bis ins Burgenland ist auch deshalb speziell vor den Schulen akute Vorsicht geboten.

Die jüngsten Vorfälle werden zudem Thema bei der Verkehrserziehung. Die Polizisten sind jetzt wieder verstärkt an Volksschulen im Einsatz. Im Zuge von Lehrausgängen werden mit den Taferlklasslern gefährliche Situationen durchgespielt. Dabei sollen die aktuellen Unfälle besprochen werden, heißt es im Büro des Polizeipräsidenten Gerhard Pürstl. Allein in Wien seien 100 Beamte dafür im Einsatz.

In den kommenden Wochen sind weitere Projekte geplant – der KURIER wird darüber informieren.

Derzeit ist es um die Moral der Verkehrsteilnehmer nicht unbedingt zum Besten bestellt. Laut einer aktuellen Untersuchung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit gehen zehn Prozent bei Rot über die Kreuzung. Nur 40 Prozent der Lenker wiederum blinken beim Abbiegen. Auf Fußgänger wird dabei überhaupt nicht geachtet.

(kurier/Michael Jäger, Dominik Schreiber) Erstellt am 10.05.2012, 15:34

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