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Fische waren die einzigen Opfer.
Fische waren die einzigen Opfer. - Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

Letztes Update am 26.08.2012, 12:18

Fliegerbombe in Wiener Donau explodiert. Auf Höhe der Friedenspagode war plötzlich eine Fontäne mitten im Strom zu sehen. Laut Polizei gibt es keine Verletzten.

Zu einem extrem gefährlichen Zwischenfall ist es am Samstag in der Donau in Wien-Donaustadt gekommen. Gegen 15.00 Uhr explodierte plötzlich eine immer noch scharfe Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in dem Fluss. Glücklicherweise war laut Polizei kein Schiff in der Nähe der Explosion. Verletzt wurde niemand. Am Montag soll das weitere Vorgehen des Entminungsdienstes beraten werden.

Fische
Einsatzkräfte der Polizei an der Stelle der Explosion. - Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

Die Detonation erfolgte im Donaustrom auf der Höhe Raffineriestraße (Donaustadt) und Friedenspagode (Leopoldstadt) beim Grünen Prater. Ein Passant auf der Praterbrücke sah plötzlich die Fontäne im Wasser und alarmierte die Polizei. Schiff hatte sich dort keines befunden. Verletzt wurde offenbar niemand, teilte ein Sprecher der Wiener Polizei mit.

"Die Explosion war offenbar heftig. Wir hatten Anrufe bis aus der Gegend um das (mehrere Kilometer entfernte Krankenhaus, Anm.) SMZ-Ost", erklärte Thomas Keiblinger, Sprecher der Wiener Polizei. Im Wasser trieben tote Fische.

Praterbruecke
Von der Praterbrücke aus hatte ein Augenzeuge flussabwärts die Fontäne gesehen. - Foto: KURIER/Vogel

Bei der Bombe dürfe es sich um eine langzeitig wirksamen Sprengkörper handeln. Sobald der Zeitzünder defekt ist, kann laut Keiblinger nicht länger genau gesagt werden, wann die Bombe hochgeht. Die Explosion wurde schließlich durch eine chemische Reaktion ausgelöst.
Der Entminungsdienst des Innenministeriums wurde alarmiert und suchte nach Hinweisen auf die Ursache. In der Gegend hatte es im Zweiten Weltkrieg häufig Bombenabwürfe gegeben. Am Abend wurde der Einsatz vorerst beendet.

Am Montag, soll zunächst das weitere Vorgehen beraten werden. Möglicherweise kommt dann eine Tauchertruppe zum Einsatz. "Das ist schwierig. Man taucht da in Fünfer-Seilschaften", sagte ein Sprecher der Wiener Polizei am Sonntag.

(apa/jt) Erstellt am 25.08.2012, 16:18

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