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Das Konzept stößt bei Polizei und Politikern auf Ablehnung.
Das Konzept stößt bei Polizei und Politikern auf Ablehnung. - Foto: APA/Boris Roessler/DPA

Letztes Update am 29.03.2014, 08:00

Flatrate-Bordell eröffnet: Verbot derzeit unmöglich. Freier bezahlen Eintritt und können fünf Stunden mit mehreren Frauen verbringen.

Werner Schmuck gründete einst mit dem "Golden Time" den ersten Saunaclub Österreichs. Jetzt startet er in Wien-Donaustadt mit einem besonders umstrittenen Modell im Rotlicht – eine Form des "Flatrate-Bordells". Freier bezahlen Eintritt und können fünf Stunden mit mehreren Frauen verbringen. Am Dienstag findet die Eröffnung statt.

Das Konzept stößt bei Polizei und Politikern zwar auf Ablehnung, doch eine rechtliche Handhabe gegen solche Etablissements scheint es nicht zu geben. Bisher stand das Konzept in Verruf, eine Form der Zuhälterei zu sein. Denn der Betreiber kassierte den Eintritt und bereicherte sich damit. Im "Donaudolls" behält nicht Schmuck, sondern ein von den Prostituierten per Werkvertrag beschäftigter Kassierer das Geld ein. Schmuck: "Das Konzept kommt den Frauen entgegen."


Im Prostitutionsreferat der Polizei ist man skeptisch: "Wir werden uns das anschauen und beim geringsten Verdacht auf Zuhälterei einschreiten." Befürchtet wird, dass es Nachahmer geben wird. Die Praxis sei "menschenverachtend", heißt es im Büro der Frauenstadträtin Sandra Frauenberger. Um solche Konzepte zu verbieten, brauche es eine "bundesweite Lösung".

(kurier) Erstellt am 29.03.2014, 08:00

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