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KURIER Romy 2014
Rosen
Rosen - Foto: AP/Lennart Preiss

Letztes Update am 15.01.2013, 17:26

58-Jährige legte liebeshungrige Männer herein. Die große Liebe wollte die Frau mit ihren Kontaktanzeigen nicht finden, viel mehr das große Geld.

Jung, schön, schlank. Suche die große Liebe.“ So in etwa dürfte die Kontaktanzeige gelautet haben, die eine 58-jährige Wienerin in Single-Börsen im Internet aufgegeben hat. Nur: Die große Liebe wollte die Frau damit nicht finden, viel mehr das große Geld.

Die 58-Jährige bandelte online mit mehreren Männern an und tischte ihnen Lügen auf, um an ihr Geld zu kommen. So erzählte sie zum Beispiel, dass ihre Handtasche samt Monatslohn gestohlen worden sei, oder dass ihre Eltern gestorben seien und sie kein Geld habe, um das Begräbnis zu zahlen.


Besonders hat sie es offenbar einem jungen Oberösterreicher angetan, der sich nichts mehr gewünscht haben dürfte als eine Frau. Nach und nach überwies er der 58-Jährigen Geld. Insgesamt verlor er 92.000 Euro.

Am Dienstag wurde der Frau, die insgesamt sechs Männer schädigte, der Prozess gemacht. Urteil: dreieinhalb Jahre unbedingt wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs (nicht rechtskräftig). Pikantes Detail: In den Kontaktanzeigen verwendete die Frau das Foto ihrer erst 17 Jahre alten Tochter. Weil die davon wusste und auch hin und wieder mit den Männern Kontakt hielt, wurde auch sie verurteilt: zu sechs Monaten bedingt.

Vor Gericht beteuerte die 58-Jährige: „Ich brauchte das Geld, ich bin spielsüchtig.“

(Kurier) Erstellt am 15.01.2013, 17:26


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