52-Jähriger am Gürtel von Raser getötet

Nächtliches Drama vor U-Bahn-Station Gumpendorfer Straße. Lenker betrunken, Beifahrer in Lebensgefahr.

Der Unfall ereignete sich am Gürtel im Bereich der Gumpendorfer Straße.

Auf dem Gehsteig lag ein regungsloser 52-jähriger Wiener. Aus dem völlig demolierten Daihatsu kamen noch Hilfeschreie. Der Motorblock des Kleinwagens lag fünf Meter entfernt. Dieses Bild bot sich den Rettungskräften, die als erste um 1.59 Uhr auf dem Mariahilfer Gürtel eintrafen.

Lange Bremsspur

Kurz zuvor hatte der Lenker des Daihatsu in einer Rechtskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Die Verkehrspolizei geht davon aus, dass der Wagen viel zu schnell unterwegs gewesen war. Trotz mehr als zehn Meter langer Bremsspur rammte das Auto mit großer Wucht einen Strommast. Bei diesem wartete offenbar der 52-Jährige darauf, dass es Grün wird und er den Schutzweg betreten kann.

Doch der Kleinwagen überrollte ihn und rutschte weiter in eine Hecke. Dort blieb er völlig zerstört liegen, die beiden Insassen (19 und 34 Jahre alt) konnten sich nicht mehr selbst aus dem Wagen befreien.

Glück im Unglück war, dass die Rettungsstation nur wenige hundert Meter entfernt liegt. Deshalb war die Berufsrettung innerhalb kürzester Zeit mit neun Fahrzeugen und 20 Sanitätern vor Ort. Doch die Feuerwehr musste ebenfalls ausrücken, um die beiden aus dem Wrack herauszuschneiden – ein Bild wie man es sonst nur von Autobahnen oder Landesstraßen kennt und ein weiteres Indiz für die hohe Geschwindigkeit.

Nach bisherigem Ermittlungsstand saß der 34-jährige Wiener am Steuer des japanischen Fabrikats. Laut KURIER-Informationen soll er weit mehr als 0,8 Promille gehabt haben. „Er war schwer alkoholisiert“, hieß es. Der Alkotest wurde ihm im Spital per Blut abgenommen. Sein 19-jähriger Beifahrer erlitt ein Polytrauma, Brüche am ganzen Körper und schwere Kopfverletzungen, er schwebt laut Medizinern in Lebensgefahr. Weitere Untersuchungen des Unfallkommandos waren bis Redaktionsschluss noch im Laufen. Dem Lenker droht nun eine Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren unbedingt.

(KURIER) Erstellt am