Mutter Teresa hat das Wunder vollbracht

MOTHER TERESA
Foto: AP/Bebeto Matthews Schon zu Lebzeiten umgab sie der Mythos einer Heiligen.

Mutter Teresa war charismatischer Engel der Armen, jetzt wird sie am 4. September zur Jahrhundertheiligen.

Mutter Teresa wurde der Engel von Kalkutta genannt. Sie war für die Armen, die Ausgestoßenen, die Kranken und die Todgeweihten da, doch gerade die Reichen und Schönen dieser Welt pilgerten zu der kleinen Ordensgründerin nach Kalkutta oder nach New York oder nach Rom. Egal, wo sie sich gerade aufhielt, diese Frau wurde schon zu Lebzeiten verehrt wie eine Heilige.

Ihre Dienerin Diana

Diana, Mother Teresa Foto: AP/BEBETO MATTHEWS Anjezë (Agnes) Gonxha Bojaxhiu wurde als Tochter eines Kaufmanns 1910 im heutigen Skopje geboren. Prinzessin Diana war eine große Verehrerin der nicht unumstrittenen Friedensnobelpreisträgerin von 1979. Wenige Tage nach dem Unfalltod der "Königin der Herzen" am 31. August 1997 in Paris trat Mutter Teresa an die Öffentlichkeit und betrauerte ihren Tod. Ihr allerletzter Auftritt, am 5. September 1997 starb Mutter Teresa in Kalkutta. Sie erhielt ein indisches Staatsbegräbnis und wurde bereits 2003 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.

Am Freitag, als ihre bevorstehende Heiligsprechung bekannt wurde, wurde sie sogleich als "Jahrhundertheilige" bezeichnet. Papst Franziskus hat die medizinisch nicht erklärbare Heilung eines Hirntumors bei einem brasilianischen Mann als Wunder bestätigt.

In Kalkutta gründete Mutter Teresa den Orden der Missionarinnen der Nächstenliebe, kein anderer Frauenorden konnte im 20. Jahrhundert so viele junge Frauen als Nonnen gewinnen.

Immun gegen Kritik

Dank ihres Charismas konnte Mutter Teresa auch berechtigte Kritik stets an sich abperlen lassen. Man warf ihr vor, dass sie Armut stilisiert habe als Zeichen für das Martyrium von Jesus Christus; dass Patienten zu wenig Schmerzmittel erhalten hätten und dass ihr die Mission und Bekehrung zum Katholizismus stets am wichtigsten waren. Auch Geldgier wurde der entschiedenen Abtreibungsgegnerin in ihrer armseligen Schwesterntracht vorgeworfen. Sie hätte Millionen auf der Vatikanbank gehortet. Dabei wird vergessen, dass sie Klöster fast überall in der dritten Welt gegründet hat. Dafür musste sie in der ersten Welt unermüdlich Geld einsammeln. Und dabei waren ihr Königinnen und Prinzessinnen wie Diana durchaus hilfreich.

Zur Person: Mutter Teresa

Ordensschwester: Agnes Gonxha Bojaxhiu (1910–1987) war eine Missionarin albanischer Herkunft. Schon mit zwölf Jahren wollte sie Nonne werden, mit 18  wurde sie Novizin bei den Loretoschwestern, ein irischer Zweig der englischen  Fräulein. Sie wurde nach Bengalen gesandt. Auf einer Fahrt durch Kalkutta  im Jahr 1946 spürte sie die Berufung, den Armen zu helfen. Sie gründete die Gemeinschaft der Missionarinnen der Nächstenliebe. 

(kurier) Erstellt am
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