Papst: "Manchmal ist eine Trennung unvermeidlich"

Francis
Foto: AP/Riccardo De Luca Umjubelt: Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom am 24. Juni 2015.

Zum Wohl der Kinder schlägt Papst Franziskus in Sachen Ehescheidung neue Töne an.

Bei seiner Generalaudienz im Vatikan schlug Papst Franziskus am Mittwoch in Sachen Ehescheidung neue Töne an. Die Familie sei nicht automatisch eine heile Welt, sagte das Kirchenoberhaupt, es komme häufig zu Verletzungen und Beleidigungen. Viele Kinder würden unter den Streitigkeiten und Bosheiten der Eltern leiden. Das hinterlasse Narben auf den "kleinen Seelen" der Kinder. Daher gebe es Fälle, "wo eine Trennung unvermeidlich ist, manchmal kann sie sogar eine moralische Notwendigkeit sein". Mit diesen Aussagen könnte der Pontifex Maximus bereits die Richtung für die Bischofssynode vorgegeben haben. Diese beginnt in gut drei Monaten und widmet sich dem Thema Familie.

Weibliche Beratung

Indes hat erstmals im Kirchenstaat ein weibliches Beratergremium getagt. Rund 20 Frauen aus den Bereichen Wissenschaft, Diplomatie, Politik, Journalismus oder Familie geben dem Kulturministerium Tipps für dessen Arbeit. Zu den genauen Zielvorgaben des Beraterstabes hat sich der Präsident des Päpstlichen Kulturrates, Kardinal Gianfranco Ravasi, nicht geäußert.

Mary Melone – die erste Rektorin einer Päpstlichen Universität in Rom gehört dem Gremium ebenfalls an – meinte, ein stärkerer weiblicher Einfluss sei unabdingbar für eine neue Vision in der Kirche.

(kurier) Erstellt am
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