Preis für Pop-Winzer Sting

ITALY STING
Foto: APA/EPA/CARLO FERRARO Sting und seine Frau Trudie Styler auf ihrem Weingut in der Toskana

Der Musiker ist als Weinbauer höchst erfolgreich: Sein Spitzenwein "Sister Moon" wird nun ausgezeichnet.

Auf der renommierten Weinmesse Vinitaly in Verona, die heuer ihr 50-jähriges Bestehen feiert, wird der britische Rockstar Sting auf die Bühne gebeten. Aber nicht, um neue Songs zu präsentieren: Er wird für seinen Spitzenwein "Sister Moon", einen toskanischen Rotwein aus und Merlot, Cabernet und Sangiovese-Trauben, ausgezeichnet. "Wir sind stolz auf den vollmundigen, runden Wein, der nach schwarzem Pfeffer, Lakritz, Kirschen und Brombeeren schmeckt", freut sich der Sänger. Auch Paolo Rossi, Stings Gutsverwalter und Önologe, schwärmt von einem "rockigen Wein mit Swing und einer Prise Pop".

Bio-Weingut

Der britische Sänger betreibt in den Hügeln des weltberühmten Chianti-Gebiets biodynamischen Weinbau. Das Know-how liefern die Wein-Experten Alan York und Paolo Caciorgna. Sting und seine Frau Trudie Styler erwarben das Weingut "Il Palagio" 1998 von einer italienischen Adelsfamilie. Das feudale Anwesen aus dem 16. Jahrhundert liegt 40 Kilometer von Florenz entfernt in Figline Valdarno, umgeben von Weinbergen und Olivenhainen.

In den Sommermonaten verbringt der Sänger mit seiner Familie viel Zeit in der Toskana. Zahlreiche Prominente aus Politik und Showbusiness, darunter der britische Premier David Cameron, Madonna, Bob Geldof und Bruce Springsteen, waren bereits in der Villa zu Gast.

Stings Philosophie war es zunächst, nur das anzubauen, was seine Familie zum Leben braucht. Doch auf Dauer waren 300 Hektar Land bestehend aus Olivenbäumen, Weinbergen, Wälder und Wiesen dafür doch zu groß. Daher können Besucher im Hofladen von Il Palagio auch Honig und Olivenöl sowie Bio-Gemüse und Obst aus Eigenanbau kaufen.

Der Einsatz von Pestiziden kommt für den Umweltaktivisten Sting nicht infrage. Beim Weinbau setzt er auf biologisch dynamische Landwirtschaft nach Vorbild des Anthroposophen Rudolf Steiner. "Wir pflanzen die Reben nach den Mondphasen. Und der Wein schmeckt fantastisch", schwärmt Sting.

Wein mit Sound

Damit die edlen Tropfen besser reifen, greift der Musiker auch im Weinkeller gerne mal zur Gitarre. Kein Wunder, dass auch noch andere Weine, deren Flaschenpreis bei 23 € beginnt, nach bekannten Songs – " Message in a bottle" und "When we dance" – benannt wurden.

Info: www.palagioproducts.com

(kurier) Erstellt am
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