Zur mobilen Ansicht wechseln »
Diese Woche trug der Räuber (li.) nur eine Brille. 
Diese Woche trug der Räuber (li.) nur eine Brille.  - Foto: Polizei
Gegenüber den ersten Coups hat er Gewicht verloren.
Gegenüber den ersten Coups hat er Gewicht verloren. - Foto: Polizei
Foto: APA/LPD NÖ

Letztes Update am 06.03.2013, 18:57

Vierter Coup des Bankräubers. Er verzichtete sogar auf Maskierung, 5000 Euro Belohnung ausgelobt.

Die Aufklärungsquote in NÖ nach Raubüberfällen ist mit knapp 70 Prozent beachtlich. Eine ungeklärte Raubserie bereitet den Kriminalisten allerdings noch Kopfzerbrechen. Denn am Dienstag hat der Serientäter bereits zum vierten Mal zugeschlagen – seit 2009 war er zwei Mal in Schwadorf (Bezirk Wien-Umgebung) und die anderen beiden Male in Biedermannsdorf im Bezirk Mödling aktiv.

Den Anfang nahm die Serie bereits am 22. Dezember 2009. An diesem Tag stürmte der bewaffnete „Südländer“ mit dunklem Teint zum ersten Mal in die Raiffeisenbank Biedermannsdorf. Knapp zwei Jahre später, am 24. Oktober 2011 knöpfte er sich das gleiche Institut nochmals vor. Er warf einen Plastiksack über den Schalter und forderte Geld. Kurze Zeit später war er mit 45.000 Euro Beute über alle Berge.

Keine Hinweise

Wiederum ein Jahr später, am 21. Dezember 2012, wechselte der Kriminelle sein „Revier“. Dieses Mal war die Sparkassenfiliale in Schwadorf das Ziel des Raubüberfalles. Nach dem Coup wurden 5000 Euro Belohnung auf den Serientäter ausgesetzt. „Allerdings mit wenig Erfolg. Obwohl sein Aussehen markant ist, haben wir kaum Hinweise erhalten“, erklärt Chefinspektor Josef Deutsch von der Raubgruppe des nö. Landeskriminalamtes (LKA).

Der Mann wird auf 30 bis 40 Jahre geschätzt, er ist rund 1,80 Meter groß und hat eine auffallend große Nase. Er trägt einen Bart rund um seinen Mund und spricht hochdeutsch mit ausländischem Akzent. Bei seinem jüngsten Coup am Dienstag verzichtete der Räuber sogar auf seine Haube als Maskierung und trug lediglich eine Sonnenbrille. „Es könnte sein, dass er im Ausland lebt und nur für die Überfälle nach Österreich kommt“, sagt Deutsch.

Deshalb arbeiten die niederösterreichischen Kriminalisten auch mit den Polizeibehörden im benachbarten Ausland zusammen. Ein Fahndungsersuchen mit den Lichtbildern des unmaskierten Täters ist auch an die Nachbarländer ergangen. Die 5000 Euro Belohnung für sachdienliche Hinweise sind weiter aufrecht. Infos an das LKA:  Tel. 059133/30-3333.

Pink-Panther

Der spektakuläre Überfall auf einen Juwelier in der Klagenfurter Innenstadt geht hingegen auf das Konto der international agierenden „Pink-Panther-Bande“. Die ausländischen Täter dürften die Nacht vor dem Raub in einem Hotel in der Stadt genächtigt haben. Diese Gruppe hat das Geschäft vermutlich bereits vor zwei Jahren ausgeraubt.

(kurier) Erstellt am 06.03.2013, 18:57

Diskussion

Kommentare aktualisieren
Bitte Javascript aktivieren!