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KURIER Romy 2014
Das Ende der Amokfahrt an der slowenisch/ungarischen Grenze.
Das Ende der Amokfahrt an der slowenisch/ungarischen Grenze. - Foto: APA/PRIVAT

Letztes Update am 27.12.2012, 17:55

Lenker starb an allergischer Reaktion. Der Wiener Oliver D. war der Polizei davongerast und konnte erst in Slowenien gestoppt werden.

Eine allergische Reaktion hat den Tod jenes Wiener Autolenkers ausgelöst, der im November nach einer Verfolgungsjagd von Graz nach Slowenien in einem slowenischen Krankenhaus verstarb. Das wurde bei einer Obduktion festgestellt, deren Ergebnis die Polizei in Murska Sobota am Donnerstag bekannt gab.

Tränengas

Die allergische Reaktion bei dem 44-jährigen Oliver D. sei höchstwahrscheinlich durch das bei der Festnahme angewendete Tränengas ausgelöst worden. "Aus dem Obduktionsbericht geht hervor, dass bei dem Verstorbenen, der Allergiker war, der Tod wegen einer anaphylaktischen Reaktion eingetreten ist", gab die Polizei bekannt. Anfänglich hatte es geheißen, dass dem Wiener im Spital eine Beruhigungsspritze verabreicht wurde, das Krankenhaus aber widersprach dieser Version.


Oliver D. hatte sich am 10. November einer Routinekontrolle durch die Grazer Polizei entzogen und plötzlich Gas gegeben. Der 44-Jährige rammte dabei ein Polizeiauto und raste über den Plabutschtunnel der Pyhrnautobahn (A9) Richtung Slowenien. Fast 80 Kilometer weiter - nahe Maribor -  konnte der Lenker, der in Slowenien sogar eine Straßensperre durchbrach, gestoppt und festgenommen werden. Um den Mann aus seinem Auto zu bekommen, mussten die Beamten die Scheiben einschlagen und Tränengas einsetzen.

Beim Eintreffen wirkte Oliver D. nach Angaben des Spitals verwirrt, desorientiert und aggressiv, binnen fünf Minuten verlor er das Bewusstsein. Nach 45 Minuten stellten die Ärzte die Reanimation ein.

Nach wie vor ist unklar, warum der Wiener vor der Polizei geflüchtet war.

(apa/aho) Erstellt am 27.12.2012, 17:55


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