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KURIER
Rund 4000 Einäscherungen gibt es jährlich im Grazer Krematorium (Symbolbild)
Rund 4000 Einäscherungen gibt es jährlich im Grazer Krematorium (Symbolbild) - Foto: APA/Kay Nietfeld

Letztes Update am 17.01.2013, 06:39

Bestatter vertauschte zwei Leichen. Anstatt nach Graz wurden die sterblichen Überreste einer 50-Jährigen irrtümlich nach Kroatien geschickt.

Ich bin sehr betroffen und bestürzt“, sagt der Grazer, der am Dienstag seine Schwägerin einäschern lassen wollte. Doch es war zu einer fatalen Verwechslung gekommen – und die Leiche der 50-Jährigen irrtümlich nach Kroatien geschickt worden.

Die Leiche hätte bereits am 10. Jänner von einem privaten Bestattungsinstitut an die Bestattung Graz überführt werden sollen, da nur diese Einäscherungen vornimmt. Doch als das nicht passierte, fragte ein Mitarbeiter beim privaten Anbieter nach, bestätigt Gerald Pichler, Konzernsprecher der Holding Graz, einen Bericht der Kleinen Zeitung. Die Bestattung Graz gehört zur Tochtergesellschaft der Stadt. Da habe man erst erfahren, dass die Leiche gar nicht mehr in Graz ist: „Sie ist vertauscht und nach Kroatien gebracht worden.“


Rund 4000 Einäscherungen gibt es jährlich im Grazer Krematorium, rund 70 Bestatter überführen Leichen an die Bestattung Graz. Doch so ein Zwischenfall sei einzigartig, versichert Pichler. Nun liegt die Leiche der Grazerin in Zagreb, die des Kroaten, der am selben Tag wie die 50-Jährige starb, noch in Graz.

Beim privaten Bestatter heißt es, schuld an der Misere seien der Fahrer des kroatischen Unternehmens und ein Mitarbeiter, der jetzt nicht mehr bei der Firma sei: Die beiden hätten vergessen, auf die Fußzettel zu schauen, als sie die Leichen aus den Kühlbehältnissen nahmen. Wann die Leichen an die richtigen Orte gebracht werden, ist noch offen.

(kurier) Erstellt am 17.01.2013, 06:39

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