Letztes Update am 28.12.2012, 15:20
Von 200-Kilo-Felsbrocken getroffen: Ärzte kämpften tagelang um Leben eines Zehnjährigen.
Christoph schaltet seinen dunkelblauen Nintendo 3DS ein. Als sein Lieblingssong „Gangnam Style“ aus der tragbaren Spielkonsole ertönt, ist der Zehnjährige nicht mehr zu halten. Er beginnt in der Küche des elterlichen Hauses in Reichraming (OÖ) ausgelassen zu tanzen – so wie es der Sänger des Nummer-eins-Hits, der südkoreanische Rapper Psy, macht.
Christoph hat den Nintendo zum Geburtstag bekommen – am 31. Oktober, drei Tage, nachdem er von einer vierwöchigen Reha in der Klinik Wilhering bei Linz zurückgekommen ist. „Mein Sohn ist heute so weit, dass er wieder fast alles machen darf. Ihm geht es gut. Ich habe trotzdem ständig Angst, dass ihm erneut was zustößt“, sagt Tamara Kotek, seine Mutter. Und hat dabei Tränen in den Augen. Dass er seinen 10. Geburtstag feiern konnte, grenzt an ein Wunder.
Schädelbruch
Christophs Unfall hat das Familienleben der Koteks kräftig durcheinandergewirbelt. Mutter Tamara gab ihren Job bei der Hauskrankenpflege Vita Mobile auf. „Ich will meinen Sohn keine Sekunde allein lassen.“ Ob sie jemals wieder arbeiten wird? „Keine Ahnung. Momentan habe ich nicht die Nerven dazu.“
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