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Der Diskobesuch am Weihnachtsabend endete für zwei Gäste im Krankenhaus.
Der Diskobesuch am Weihnachtsabend endete für zwei Gäste im Krankenhaus. - Foto: dapd

Letztes Update am 29.12.2012, 18:56

Türsteher sollen vier Disco-Gäste verprügelt haben. Gegen drei Security-Männer liegen Anzeigen wegen zum Teil schwerer Körperverletzung vor.

Alles andere als eine „stille Nacht“ hatten vier Freunde nach einem Besuch in der Diskothek Fifty-Fifty in Wels am Weihnachtsabend. Der 29-jährige Peter H. soll von einem Security-Mann verprügelt worden sein – „völlig grundlos“, wie er behauptet. Die Schlägerei habe damit begonnen, dass sein Freund Michael H. gegen 4 Uhr Früh von einem Türsteher aus der Toilette gezerrt worden sein soll, während ein anderer den dritten im Bunde, Johannes N., gestoßen haben soll.

„Ich habe den Türsteher nur gefragt, was los ist und schon hat er mich mit der Faust ins Gesicht geschlagen“, schildert Peter H. die turbulenten Ereignisse. Er sei daraufhin bewusstlos zu Boden gefallen. In derselben Nacht musste er in Linz operiert werden: Sein Kiefer war gebrochen.


Schlimm hat es auch seinen Bruder Günther H. erwischt. Weil er einschreiten wollte, sollen ihn die Türsteher gewürgt und geschlagen haben. Er wurde mit Prellungen ins Klinikum Wels eingeliefert. Alkohol sei nicht im Spiel gewesen, behaupten die vier Opfer.

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Polizeisprecherin Heide Klopf bestätigt, dass gegen die drei beteiligten Türsteher Anzeigen wegen zum Teil schwerer Körperverletzung vorliegen. „Näheres zum Tathergang wissen wir erst, wenn die Einvernahmen abgeschlossen sind“, sagt sie.

Geschäftsführer Klaus Reisinger ist empört über die Vorwürfe. „Das ist absoluter Blödsinn. Kein Türsteher in unserem Lokal schlägt ohne Grund zu. Und auch wenn er provoziert worden ist, ist er sofort seinen Job los.“

Details zu besagter Nacht sind ihm nicht bekannt, er sei aber jederzeit für eine Gegenüberstellung der drei Beschuldigten mit den Opfern bereit. Er betont: „Meine Mitarbeiter sind keine Schläger. Wenn etwas passiert ist, muss das natürlich aufgeklärt werden.“

(Kurier) Erstellt am 29.12.2012, 18:56


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