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KURIER
Eines der ausgebrannten Fahrzeuge - wer die Täter waren, weiß man noch nicht. - Foto: APA BMLVS OBERREITER

Letztes Update am 09.05.2012, 09:23

OÖ: Brandanschlag auf Kaserne. Unbekannte fackelten fünf Bundesheer-Fahrzeuge ab. Auch der Dienstwagen des Militärkommandanten wurde zerstört.

Ein rätselhafter Brandanschlag hat sich Sonntagfrüh auf dem Gelände des Fliegerhorstes Vogler in der Kaserne Hörsching (OÖ) zugetragen. Fünf Fahrzeuge – darunter das Dienstauto des oö. Militärkommandanten Kurt Raffetseder – sind vom Feuer fast völlig zerstört worden. Zwei weitere Wagen wurden schwer beschädigt. Es gibt keine Verletzten, der Sachschaden beträgt aber mehrere Hunderttausend Euro.

Bundesheer und Polizei suchen nun fieberhaft nach den Tätern. Es wird vermutet, dass jemand aus der Kaserne den Brand gelegt haben könnte. Die unter strengster Geheimhaltung laufenden Ermittlungen werden vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) geleitet.

Bereits vor fünf Jahren hatte es in Oberösterreich einen bis heute nicht geklärten Brandanschlag auf das Dienstauto eines hochrangigen Heeresoffiziers gegeben. Während eines Treffens von Militär- und Brigadekommandanten in Hörsching war der Wagen des Vorarlberger Brigadiers Gottfried Schröckenfuchs – er hatte es vor seinem Quartier in Pupping abgestellt – mit einem Molotow-Cocktail angezündet worden. „Überlegt Euch was ihr tut – 2010“, lautete die Botschaft, die der Attentäter damals hinterließ. Es wurde vermutet, dass der Anschlag mit der Bundesheerreform in Zusammenhang steht.

 

Spurensuche

Ausgebrannte PKW am GelŠnde der Kaserne Hšrsching in Oberšsterreich. Ein Unbekannter hat Sonntag frŸh einen Brandanschlag auf einen Lkw in der Kaserne Hšrsching (Bezirk Linz-Land) in Oberšsterreich verŸbt. Die Flammen griffen auf sechs weitere Fahrzeuge Ÿ
Die beschädigten Fahrzeuge auf dem Gelände der Kaserne. - Foto: APA/BMLVS/OBERREITER

Ob es eine Verbindung zwischen den beiden Brandstiftungen gibt, ließ sich am Montag noch nicht sagen. Die Spurenauswertung war noch voll im Gang. „Es wird aber in alle Richtungen ermittelt“, erklärte Major Gerhard Oberreiter, der Sprecher des Militärkommandos Ober­österreich.

Bei einem routinemäßigen Rundgang sei am Sonntag eine Patrouille auf die ausgebrannten Wracks gestoßen. „Zu dem Zeitpunkt haben die Fahrzeuge nicht mehr gebrannt, nur noch geraucht“, sagt Oberreiter. Die Horstfeuerwehr konnte nichts mehr retten.

Vor allem die Nachtstreifen werden nun zu erhöhter Wachsamkeit angewiesen.

(kurier) Erstellt am 07.05.2012, 11:11

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