Letztes Update am 02.06.2012, 18:36
Ablehnung gegen umstrittenen Klub-Präsidenten so groß wie nie. Auch die KURIER-Umfrage beweist: Reichel ist völlig isoliert.
Peter-Michael Reichel ist völlig isoliert. Die Front gegen den umstrittenen LASK-Präsidenten wird von Tag zu Tag größer. Gegenüber dem KURIER findet nun auch erstmals Oberbank-General Franz Gasselsberger – bis vor zwei Jahren treuer Sponsor des Fußballklubs – deutliche Worte. „Ich habe das alles vorhergesehen. Der Worst Case ist eingetreten. Ein Aufschwung ist beim LASK nur mehr mit einer neuen Führung möglich."
Auch VP-Landesgeschäftsführer Michael Strugl, der im mittlerweile aufgelösten Wirtschaftsbeirat des LASK gesessen ist, legt Reichel den Rücktritt nahe. „Unter seiner Führung ist es schwierig, Unterstützer zu finden. Der Klubchef ist keine Integrationsfigur.“
Nicht nur Wirtschaft und Politik wenden sich zunehmend von Reichel ab. Langjährige Fans des Fußballvereins wie Martin Sigl von der Plattform „seit 1908.at“ haben endgültig genug von „ihrem“ Präsidenten. „Bei jedem anderen Klub wäre der Verantwortliche schon längst weg, nur bei uns nicht. Es ist ein Wahnsinn, dass man nichts tun kann“, ist Sigl enttäuscht.
Umfrage
Bezeichnend ist auch eine Straßenumfrage des KURIER in Linz, bei der niemand ein positives Wort über den einsamen Präsidenten verloren hat. Johann Schatzl meint etwa: „Der LASK kann es nur wieder nach oben schaffen, wenn Reichel endlich weg ist."
Der Klubchef denkt nach wie vor nicht daran, seine Macht abzugeben. Die Frage ist, wie lange er in der Regionalliga finanziell durchhält.
Tatsache ist: Fast alle Sponsorverträge sind nach dem Abstieg ausgelaufen. Der LASK-Chef muss neu verhandeln. Kein leichtes Unterfangen. ÖFB-Präsident Leo Windtner zum KURIER: „Reichel hat es schon bisher nicht geschafft, seine Geldgeber ordentlich zu betreuen."
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