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KURIER
Inferno: Die Täter flüchteten Hals über Kopf, als das Foyer plötzlich in Flammen aufging. - Foto: PICTURENEWS.AT PETSCHENIG

Letztes Update am 04.05.2012, 18:33

Brandanschlag auf Linzer Bank. Zwei junge Männer legten in einer Volksbankfiliale Feuer. Wortlos, ohne Geld zu fordern, flüchteten sie. Es fehlt jede Spur.

Fahndung gesuchte Täter nach Anschlag auf Volksbank Wienerstraße 58a in Linz, OÖ
Ein Täter trug eine weiße Kapuzenjacke, der andere eine schwarze Jacke und einen schwarz-weißen Schal. - Foto: Polizei

Wortlos und binnen weniger Minuten wurde am Freitagmittag ein Brandanschlag auf eine Linzer Volksbankfiliale in der Wiener Straße verübt.  Es war gegen 11.45 Uhr, als zwei junge Männer den Schalterraum betraten. Der eine verschüttete eine brennbare Flüssigkeit aus einer Plastikflasche, der andere zückte ein Feuerzeug.

Als die Flammen explosionsartig aufloderten, ergriffen sie die Flucht. Ein Kunde, der 42-jährige Michael E., wollte gerade Geld beim Automaten beheben und war unversehens mitten im Geschehen. Als er vor Schreck davonlaufen wollte,  stürzte er in die Flammen, wobei seine Hose und seine Schuhe Feuer fingen. Er blieb aber unverletzt, weil zwei Bankangestellte sofort reagierten. Sie zogen den Kunden aus der Gefahrenzone und löschten den Brand mit einem Feuerlöscher. Ihre Kollegin, die 28-jährige Claudia W., stand hinter dem Bankschalter und wurde von einem Spritzer der Brennflüssigkeit am Auge verletzt. Sie musste im Krankenhaus ambulant behandelt werden.

Motiv unklar

APA/POLIZEIAPA7766776-2 - 04052012 - LINZ - ÖSTERREICH: ZU APA 321 CI - Zwei Unbekannte haben am Freitag, 4. April 2012, einen Brandanschlag auf eine Bank in Linz verübt. Die Männer versprühten eine brennbare Flüssigkeit und zündeten diese an. Eine Angest
Die Fahnung nach den beiden jungen Tätern läuft. - Foto: APA/POLIZEI

Noch Stunden nach der Tat stehen die Mitarbeiter unter Schock, sagt Filialleiter Ewald Prenninger. Weil der Raum stark verrußt ist, bleibt die Filiale bis auf Weiteres geschlossen. Die Leitung der Volksbank wollte sich gegenüber dem KURIER nicht äußern. Die Hintergründe der Tat liegen noch im Dunkeln. „Die Vorgehensweise ist nicht nur rätselhaft, sondern auch höchst unüblich“, waren sich die Ermittler vor Ort einig.

Es gibt Spekulationen, dass es sich um einen verpatzten Banküberfall handelte, bei dem das Feuer als Ablenkungsmanöver gedacht war. An einen Racheakt will man in der Volksbank nicht glauben.

Täterbeschreibung

Die Männer sollen zwischen 18 und 20 Jahren alt sein. Sie wurden als sehr schlank und etwa 1,80 Meter groß beschrieben. Vermutlich sind sie ausländischer Herkunft. Für Hinweise, die zur Ergreifung  führen, hat die Volksbank eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt. Die Polizei Linz ersucht um Hinweise unter 059 133 45-3333.

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(kurier) Erstellt am 04.05.2012, 15:55

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