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Herka-Geschäftsführer Thomas Pfeiffer – mit Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav – übernimmt Textilien-Färberei in Gmünd.
Herka-Geschäftsführer Thomas Pfeiffer – mit Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav – übernimmt Textilien-Färberei in Gmünd. - Foto: bildkrems/herkaausbau1.jpg

Letztes Update am 25.01.2013, 20:36

Herka kauft Lieferanten, 37 Jobs gesichert. Der Waldviertler Frottierhersteller übernimmt frühere Eybl-Färberei und will investieren.

Der Tag beginnt mit einer guten Nachricht.“  Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav sorgte  am Freitag für Aufatmen unter Dutzenden  Textilmitarbeitern im Waldviertel. Der Frottierwaren-Produzent „Herka“ aus Kautzen im  Bezirk Waidhofen/Thaya expandiert und übernimmt die insolvente Färberei des Kremser Autotextilherstellers Eybl, „Erlenbruch TVG“, in Gmünd. Herka-Geschäftsführer Thomas Pfeiffer erweitert  sein Geschäftsfeld und will  in den nächsten Jahren mehrere Millionen Euro in seinen neuen Betrieb namens „Textilveredelung Gmünd GmbH (TVG)“ investieren.

Mit dem  Aus der Färberei wären nicht nur 47 Mitarbeiter auf der Straße gelandet, sondern das Ende hätte auch schwerwiegende Folgen für die gesamte Waldviertler Textilbranche  gehabt. Die Firmen hätten das  Waschen, Färben und Bleichen ihrer Textilien  mit teuren Maschinen selbst übernehmen oder dafür auf ausländische Anbieter zurückgreifen müssen. „Aber gerade mit der Qualität unserer Textilien können wir uns von der Billigkonkurrenz abheben“, erklärte Pfeiffer, der     auch weiterhin für andere Hersteller veredeln will.

Übernahme

Wie berichtet, überlegt der Herka-Chef seit längerer Zeit, die Färberei  zu übernehmen. „Durch  das Erweitern unseres Geschäftsfelds erwarten wir uns nun deutliche Vorteile am Markt“, sagte Pfeiffer, der den Betrieb mit 37   der bisher 47  Mitarbeitern  modernisieren und ausbauen will. „Die Übernahme durch Herka sichert  sowohl den Standort Gmünd als auch  wichtige Arbeitsplätze ab“,  freute sich Landesrätin Bohuslav. Außerdem würden  wichtige Liefer- und Leistungsverträge mit regionalen Textilfirmen erhalten bleiben.
Wie  es mit dem insolventen Frottierwaren-Hersteller „Wirtex“ aus Waidhofen an der Thaya weitergehen soll,  sei noch offen: „Die Gespräche mit Interessenten laufen“, sagte Bohuslav. Dazu zählt auch  Herka-Chef Pfeiffer. Allerdings seien für ihn nur die kompetenten Mitarbeiter und Kunden attraktiv.

(Kurier) Erstellt am 25.01.2013, 20:36
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