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KURIER Romy 2014
Ehepaar Johann und Nicole Höhsel: Die Renovierung seines Wohnhauses liegt erst sechs Monate zurück, jetzt muss es von vorne beginnen.
Ehepaar Johann und Nicole Höhsel: Die Renovierung seines Wohnhauses liegt erst sechs Monate zurück, jetzt muss es von vorne beginnen. - Foto: Jürgen Zahrl
Flammen zerstörten Wohnhaus-Einrichtung und alle Elektrogeräte.
Flammen zerstörten Wohnhaus-Einrichtung und alle Elektrogeräte. - Foto: Jürgen Zahrl
Auch Fenster gingen zu Bruch.
Auch Fenster gingen zu Bruch. - Foto: Jürgen Zahrl

Letztes Update am 16.01.2013, 21:34

Bürger helfen Jungfamilie in ihrer Not. Nach Wohnhaus-Brand besitzen Johann und Nicole Höhsel nur noch, was sie am Leib tragen.

Alles war perfekt. Jetzt müssen wir wieder bei Null beginnen“, sagt Jungvater Johann Höhsel aus Oedt an der Wild im Bezirk Waidhofen an der Thaya. „Wenn ich unsere verkohlten Habseligkeiten sehe, kommen mir die Tränen.“

Nur einen Monat nach der Hochzeit mit seiner Frau Nicole, 29, hat das junge Eheglück schon eine Notlage zu meistern: Die beiden besitzen nur noch das, was sie am eigenen Körper tragen. Nach dem Brand ihres Wohnhauses vergangenen Sonntag ist es gerade die große Hilfsbereitschaft der Nachbarn und Gemeindebürger, die der Familie neue Hoffnung gibt.


Wie berichtet, war es ein defekter Heizstrahler, der das Schlafzimmer in Brand steckte. Nur wenige Minuten später stand das gesamte Wohnhaus im Flammen. Dem 35-jährigen Familienvater gelang es, seinen fünf Monate alten Sohn Jan aus dem Gitterbett zu retten. Feuerwehrleute befreiten seine 99-jähriger Großmutter Stefanie, die nebenan im Zimmer schlief. „Alles ging so schnell. Glücklicherweise wurde niemand verletzt“, klingt Höhsel erleichtert. Doch ihm blieb keine Zeit mehr, um wichtige Dokumente zu sichern. „So ein verheerendes Feuer wünscht man keinem“, betont er.

Aufräumen

Der Schaden wäre aber noch viel größer gewesen, wenn seine Nachbarn und die Feuerwehr nicht so rasch reagiert hätten. „Wir hatten sofort 17 Feuerlöscher im Einsatz“, sagt der Nebenerwerbsbauer, der eine Eierfarm mit 400 Legehühnern betreibt und derzeit arbeitslos ist. „Ich hoffe, dass die Auftragslage ab Februar in meiner Elektronikfirma wieder besser wird“, erklärt Höhsel, dem nur eine Jacke, ein Jogging-Anzug und eine Haube geblieben ist.

Derzeit ist seine ganze Familie bei Bekannten untergebracht. Um ihre finanzielle Not zu lindern, versuchen nicht nur die Nachbarn zu helfen. Auch Bürgermeister Helmut Schuecker startete einen Spendenaufruf und richtete ein Konto ein.

Spendenkonto „Familie Höhsel“– Raiffeisenbank Waidhofen/Thaya, Bankstelle Ludweis, Kontonummer: 701862, Bankleitzahl: 32904.

(kurier/Jürgen Zahrl) Erstellt am 16.01.2013, 21:34


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