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Im Ybbstal lebt die Hoffnung neu auf, dass doch wieder Nostalgiezüge durch das Tal dampfen werden.
Im Ybbstal lebt die Hoffnung neu auf, dass doch wieder Nostalgiezüge durch das Tal dampfen werden. - Foto: Wolfgang Atzenhofer

Letztes Update am 22.02.2013, 20:34

Bahnfans im Ybbstal bekommen Chance für neue Verhandlungen. LH Pröll öffnet Tür für Bahn und Radweg im Ybbstal. Proteste gibt’s im Thayatal.

Mit einem Knalleffekt rückt das Streitthema Ybbstalbahn kurz  vor den Landtagswahlen wieder in den Mittelpunkt. Anstatt dem erwarteten Start für den Abbau der eingestellten 60 Kilometer langen Schmalspurstrecke, erteilte Landeshauptmann Erwin Pröll  nun den Auftrag sofort nach der Wahl eine Kombilösung für Bahn und Radweg im Ybbstal zu überprüfen.

Bei der persönlichen Vorsprache der nimmermüden Kämpfer für die Rettung der  Bahn zwischen Waidhofen/Ybbs und Göstling ließ Pröll aufhorchen. „Es war ein sehr positives Gespräch,  der Landeshauptmann hat unser Argument, dass dem Ybbstal eine Bahn und ein Radweg am meisten bringen, ernst genommen“,  berichtete Siegfried Nykodem, Obmann der Bahnaktionsgemeinschaft YEG.  „Wir  sind guten Mutes, dass die Schienen nicht abgetragen werden und wir im Sommer  mit der Nostalgiebahn bis Hollenstein fahren“, meinte Nykodem euphorisch.


Aus den Büros des Landeshauptmannes und des Verkehrslandesrates Karl Wilfing wurde der neue Abstimmungstermin zwischen den Gemeinden und den Pro-Bahnkämpfern bestätigt. Im ORF-Radio bestätigte Pröll, dass er es für realistisch hält, dass  ein Eisenbahnbetrieb und ein  neuer Ybbstalradweg eine positive  Entwicklung für den Tourismus  im Tal bringen könnten.

 Abbaubescheid

Weil es für die von den ÖBB stillgelegte und 2010 von der  NÖ Verkehrsgesellschaft  (NÖVOG) übernommenen und offiziell eingestellte Strecke schon den behördlichen Abbaubescheid gibt,  sorgt die Wende im Ybbstal für Aufsehen.  Sechs der sieben betroffenen Gemeinden sind mittlerweile Eigentümer der Bahntrasse und   stehen offiziell voll hinter dem Plan, um zehn Millionen Euro einen Radweg zu errichten.

Thayatalbahn

Von einer Kombilösung können die  Aktivisten der „Neuen Thayatalbahn“  nur träumen. Seit mehr als 20 Jahren kämpfen   sie, bisher vergeblich, für den Wiederaufbau der stillgelegten Bahntrasse. Weil   Landeshauptmann Pröll  die Absichtserklärung nach dem Hochwasser 2006 zurückgenommen habe,   organisieren die Aktivisten am Montag, ab 18 Uhr, eine Großdemo vor der  Sporthalle in Waidhofen.

(KURIER) Erstellt am 22.02.2013, 20:34

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