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KURIER Romy 2014
Der 67-Jährige hortete zehn Faustfeuerwaffen, eine Langwaffe, ein Springmesser, einen Pfefferspray und 12.700 Schuss Munition. Nur einen Teil davon besaß er legal.
Der 67-Jährige hortete zehn Faustfeuerwaffen, eine Langwaffe, ein Springmesser, einen Pfefferspray und 12.700 Schuss Munition. Nur einen Teil davon besaß er legal. - Foto: APA/LPD NIEDERÖSTERREICH

Letztes Update am 16.01.2013, 16:58

Ausländerfeind schoss auf Nachbarhaus. Bei dem 67-Jährigem wurden zahlreiche teilweise illegale Waffen gefunden.

Aus Ausländerfeindlichkeit hat ein Niederösterreicher mit einer Steinschleuder auf sein Nachbarhaus in Perchtoldsdorf (Bezirk Mödling) geschossen. Der Vorfall ereignete sich bereits Mitte November 2012, am Dienstag wurde der 67-Jährige schließlich ausgeforscht, berichtete die Polizei. Bei einer Nachschau in seiner Wohnung kamen die Beamten ins Staunen - sie fanden nicht nur die gesuchte Steinschleuder, sondern noch zahlreiche weitere, teilweise illegale Waffen. Der Mann wurde angezeigt.

Am 19. November erstattete eine Frau Anzeige bei der Polizei, nachdem sie in einem ihrer Fenster drei Einschusslöcher bemerkt hatte. Beamte entdeckten dann fünf Metallkugeln, die offenbar mit einer Steinschleuder auf das Haus abgefeuert worden waren. Umfangreiche Erhebungen und Einvernahmen in der Nachbarschaft folgten, erzählte ein Ermittler. Dabei erhielten die Polizisten Hinweise auf den schräg gegenüber der Frau wohnenden 67-Jährigen, auch E-Mails tauchten auf, in denen dieser u.a. androhte, die Nachbarn gegenüber zu erschießen.


Geständnis

Bei seiner Einvernahme habe der Verdächtige die Schüsse gestanden, so die Exekutive. Bei den getroffenen Fenstern habe es sich aber um einen "Irrtum" gehandelt, wie sich herausstellte. Der 67-Jährige habe nämlich eigentlich auf andere Bewohner des Hauses, die keine Österreicher sind, schießen wollen. Mit der Frau habe er keine Probleme.

In der Wohnung des Mannes wurde dann nicht nur die Steinschleuder gefunden, sondern gleich ein kleines Waffenlager ausgehoben. Der 67-Jährige hortete zehn Faustfeuerwaffen, eine Langwaffe, ein Springmesser, einen Pfefferspray und 12.700 Schuss Munition. Nur einen Teil davon besaß er legal. Sämtliche Waffen wurden beschlagnahmt und über den Verdächtigen ein Waffenverbot verhängt, so der Ermittler. Der Mann wird wegen gefährlicher Drohung, Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt.

Der Fall erinnert an einen Vorfall im Burgenland im vergangenen November. In Mattersburg hatte ein 61-Jähriger in ein Kinderzimmer geschossen, weil er sich vom Lärm zweier türkischer Familien belästigt fühlte.

(APA/jt) Erstellt am 16.01.2013, 16:58


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