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Der Angeklagte Enes Y., 15, tischte dem Richter am Mittwoch wieder eine neue Version auf. Er will zum Zeitpunkt des Brandes zu Hause bei seiner Familie gewesen sein.
Der Angeklagte Enes Y., 15, tischte dem Richter am Mittwoch wieder eine neue Version auf. Er will zum Zeitpunkt des Brandes zu Hause bei seiner Familie gewesen sein. - Foto: APA/EXPA/ Stephan Woldron

Letztes Update am 05.09.2012, 15:47

Brand im Dom: 15-Jähriger widerrief Geständnis. Der Prozess in Wiener Neustadt rund um den Brand im Dom musste vertagt werden.

Mit einem Knalleffekt begann am Mittwoch im Landesgericht Wiener Neustadt der Prozess gegen jenen 15-jährigen Schüler, der am 6. März ein Feuer im historischen Dom von Wiener Neustadt gelegt haben soll. Nach umfang­reichen Geständnissen bei der Polizei, einer Entschuldigung beim Domprobst und der vielfachen Bitte, als Wiedergutmachung Sozialdienst leisten zu dürfen, tischte Enes Y. dem Jugendrichter plötzlich eine völlig andere Ver­sion auf.

"Ich war es nicht", sagte der 15-Jährige – und bestritt nicht nur die Brandstiftung im Dom, sondern auch das zweite ihm zur Last ge­legte Feuer wenig später auf der WC-Anlage des Friedhofes. In beiden Fällen wurde der Angeklagte allerdings von Zeugen in unmittelbarer Tatortnähe gesehen. Auch sein ursprüngliches Alibi für die Tatzeit stellte sich als falsch heraus. Er gab an, in Wien gewesen zu sein, in Wahrheit wurde er aber über die Ruf­datenrückerfassung seines Handys in Wiener Neustadt geortet.


Das Feuer im Dom verursachte einen Schaden von rund einer Million Euro. Der Prozess wurde vertagt.

(kurier) Erstellt am 05.09.2012, 15:44

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