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KURIER
Die mit 320 Quadratkilometer größte Natureisbühne Europas ist menschenleer. Auch am Wochenende dürfte sie sich nicht füllen.
Die mit 320 Quadratkilometer größte Natureisbühne Europas ist menschenleer. Auch am Wochenende dürfte sie sich nicht füllen. - Foto: Tamara Gmaschich

Letztes Update am 25.01.2013, 17:45

Neusiedler See ist für Eisläufer noch gefährlich. Bis die Eisschicht tragfähig ist, wird es noch ein paar Tage dauern.

Eislaufen bei eisigen Temperaturen am Wochenende? Nicht überall wird das in Österreich möglich sein. Das Eis auf dem Neusiedler See ist nicht dick genug. Das meldeten am Freitag die Experten vom Eistelefon. Noch deutlicher warnt Johann Schnedl vom Ruster Seebad: „Die noch zu dünne Eisschicht ist keinesfalls tragfähig und deshalb ziemlich gefährlich.“

Dieses Bild bestätigt sich beim Lokalaugenschein des KURIER. Die größte Natureisbühne Europas ist menschenleer. Zwei, drei Tage müssten die Temperaturen nachts auf minus 10 Grad fallen, um optimale Bedingungen vorzufinden. Dann würden auch acht Zentimeter ausreichen.


Johann Schnedl vom Seebad Rust überprüft die Dicke…
Es wird noch einige Tage dauern, bis das Eis dick genug ist - Foto: Tamara Gmaschich
Erschwert wird dieser Prozess durch eine Schneeschicht. Sie verhindert, dass das Eis rasch kompakter wird. Bei der aktuellen Beschaffenheit des Eises müsste es 15 Zentimeter dick sein, damit keine ernste Gefahr besteht.

„Wir hoffen auf das Wochenende“, sagt der Geschäftsführer. Aber selbst dann mache die gefrorene Schneeschicht das eisige Vergnügen zu einer „sehr holprigen Angelegenheit“.

Gefährlich bleibt es. „Wegen des Schnees sieht man die Fläche darunter nicht“, sagt Marta Szöke. Am Neusiedler See gilt daher der Grundsatz, sowohl den Schilfbereich als auch die dunklen Stellen zu meiden. Infos gibt das Eistelefon (www.neusiedlersee.com).

Dass jemand im Eis der Ruster Bucht einbricht, sei immer wieder passiert. Zumeist ist alles glimpflich ausgegangen. „Aber vor zwei Jahren ist ein Eisläufer auf seiner Tour von Podersdorf nach Rust eingebrochen und tödlich verunglückt. Vom Wetter her war das damals ein wunderschöner Tag“, erklärt Schnedl .

4000 bis 5000 Menschen tummeln sich an schönen Sonntagen in der Bucht. Das letzte Mal war das Eis am 10. Februar 2012 dick genug.

Prognose

Laut ZAMG könnte es heuer schon früher soweit sein. Nach einer eisigen Freitagnacht mit Tiefsttemperaturen zwischen minus 15 und minus fünf Grad klettert das Quecksilber heute, Samstag, nur im Westen auf minus ein Grad. Einem trüben Morgen folgt Sonnenschein und mitunter ein wolkenloser Himmel. Im Norden, Osten und Südosten halten sich bei frostigen Temperaturen Nebel und Hochnebel länger. Nachdem sich am Sonntag Nebelfelder aufgelöst haben, scheint verbreitet die Sonne. Im Westen sollten Temperaturen maximal vier Grad erreichen. In Ostösterreich bleibt es frostig. Der Wochenbeginn startet in Österreich meist bewölkt und vor allem im Osten mit Schneefall und Glatteisgefahr. Ab Dienstag allerdings setzt in Österreich Tauwetter mit Temperaturen bis zu 15 Grad plus ein.

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(kurier) Erstellt am 25.01.2013, 17:45

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