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Die Polizei ermittelt und ist weiterhin auf Spurensuche: Die Chancen, den oder die Täter zu finden, stehen nicht schlecht.
Die Polizei ermittelt und ist weiterhin auf Spurensuche: Die Chancen, den oder die Täter zu finden, stehen nicht schlecht. - Foto: GEORG GESELLMANN/georg gesellmann

Letztes Update am 27.12.2012, 20:35

Neue Spur nach Bankraub. Überfall. Nach Raub von weniger als 10.000 Euro am vergangenen Freitag hat Polizei neue Hinweise.

Ohne dass Chefermittler Alois Lehrner im Fall des Banküberfalls in Sigleß konkret werden möchte, die Kriminalpolizei ermittelt gegen  einen „Mann, der in Frage kommt“.  Die Anzeichen, dass  es sich um den  1,80 m großen Mann handelt, der beim Überfall dunkle Kleidung und eine Maske mit Sehschlitzen trug,  würden sich verhärten, so der Kriminalpolizist. Auch habe man eine Automarke im Visier, die Farbe des Pkw wisse man ebenfalls.

Der vorerst in Zusammenhang gebrachte Pkw-Diebstahl in Pöttsching , ein alter Fiat Punto,  sei „wahrscheinlich“ nicht relevant. „Aber, was weiß man, vielleicht war es ein Ablenkungsmanöver“, sagt Lehrner im KURIER-Gespräch. „Höchstwahrscheinlich“ sei aber ein  Kennzeichendiebstahl in Neudörfl mit dem Banküberfall in Sigleß in Zusammenhang zu bringen.


Nicht zum ersten Mal Die Raiffeisenfiliale in Sigleß wurde nicht zum ersten Mal ein Objekt der Begierde von Gaunern. Im Frühjahr 2011 wurde  der Bankomat  gesprengt, Beute machten die Täter damals allerdings nicht. Damit nicht genug: Vor genau fünf Jahren – ebenfalls am Freitag vor Weihnachten – hatte ein maskierter Mann gegen 16 Uhr das Geldinstitut betreten und die Bankangestellte mit einer Waffe bedroht. Dennoch wird es  keine verstärkten Schutzmaßnahmen in der Bank in Sigleß geben, hört man seitens der Raiffeisen-Zentrale in Eisenstadt.

Im Übrigen: Das Burgenland ist anscheinend kein begehrter Boden für Bankräuber. Der am vergangenen Freitag verübte Überfall war der einzige im Jahr 2012.

Allgemein betrachtet gehört das Burgenland zu den sicheren Bundesländern. Von Jänner bis September 2012 wurden zwar insgesamt 7175 Straftaten angezeigt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bedeutet das auch eine Zunahme von 7,4 Prozent. Doch im Österreich-Schnitt kommt auf ca. 21 Einwohner eine Straftat, im Burgenland liegt die Quote bei 39 Einwohnern.

Zurückgegangen sind etwa Delikte gegen Leib und Leben, (minus 0,3 % auf 1194 Fälle), gestiegen sind Delikte gegen fremdes Vermögen (von 4007 auf 4490, plus 12,1 %). Die Zunahme resultiert hauptsächlich aus Einbruchsdiebstählen und Diebstählen aus Kellern und Nebengebäuden, wo vermehrt Fahrräder, Gartengeräte und Werkzeuge gestohlen werden. Die Aufklärungsquote 2011 lag österreichweit bei  43,4  Prozent, im  Burgenland bei  56,7 Prozent.

(KURIER) Erstellt am 27.12.2012, 20:35


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