Zur mobilen Ansicht wechseln »
KURIER
Als staatlich geprüfte Skiinstruktoren bringen die Burgenländer Peter Fenz (vorne) und Carla Schmirl ihren Landsleuten das Wedeln bei.
Als staatlich geprüfte Skiinstruktoren bringen die Burgenländer Peter Fenz (vorne) und Carla Schmirl ihren Landsleuten das Wedeln bei. - Foto: Bgld. Skiverband

Letztes Update am 27.01.2013, 08:00

Flachländer können’s auch. Rund 90 staatliche geprüfte Skiinstruktoren wedeln auf heimischen Pisten.

Ein „echter“ Skilehrer spricht westösterreichischen Dialekt, steht seit Kindesbeinen an auf den Skiern und verzaubert mit seinem strahlenden Lächeln und braungebrannten Gesicht die eine oder andere Schülerin. Dass auch Flachländer dieser zum Teil klischeebehafteten Tätigkeit erfolgreich nachgehen können, beweisen die zwei Burgenländer Carla Schmirl und Peter Fenz.
Zwar sind sie auch schon seit ihrer Kindheit dem Skisport verfallen, doch weit weg von Bergen aufgewachsen. Die Eisenstädterin und der Stegersbacher haben in ihrer Laufbahn als staatlich geprüfte Skiinstruktoren schon unzähligen Anfängern das Skifahren beigebracht und die Technik von erfahrenen Skiläufern verbessert. Schmirl engagiert sich seit 20 Jahren beim Burgenländischen Skiverband, Fenz ist seit zwölf Jahren mit dabei.

Derzeit befinden sich die zwei Burgenländer bei einer Fortbildung des Österreichischen Skiverbandes in Bad Hofgastein. Insgesamt gibt es im Burgenland 90 staatlich geprüfte Skiinstruktoren, die meisten würden sich bei heimischen Vereine engagieren. „Für Skischulen im Westen arbeiten eher wenige. Ab und zu unterstützt jemand eine Skischule, aber das ist nicht die Regel“, erzählt die 41-Jährige. Das Burgenland ist das einzige Bundesland ohne Berufsskilehrerverband, alle Instruktoren engagieren sich lediglich in ihrer Freizeit.


Guter Nachwuchs 

Die Nachfrage an der Skilehrer-Ausbildung sei groß, „wir haben einen guten Nachwuchs“, sagt Fenz. Die zweisemestrige Ausbildung können Interessierte ab 16 beginnen, zur Prüfung werden die angehenden Skilehrer ab 18 Jahren zugelassen. Die Ausbildungskosten übernimmt das Bundesministerium für Sport, lediglich Kost und Logis – um die 800 Euro – müssen von den Teilnehmer beglichen werden. Bei einer Eignungsprüfung wird getestet, ob „das skitechnische Können da ist“. Schmirl und Fenz entscheiden,  wer zu den Kursen zugelassen wird. „Natürlich muss man den Umgang mit Menschen mögen und das Erlebnis Wintersport weitergeben können“, betont der 45-jährige Fenz.

Ihren nächsten  Einsatz haben die beiden  in den Semesterferien. In den Skigruppen sind noch Plätze frei, es gebe auch Privatkursen, rühren die beiden die Werbetrommel für die Burgenländische Skiwoche in Altenmarkt, die wahrscheinlich   ein letztes Mal im Haus Burgenland stattfindet.

(KURIER) Erstellt am 27.01.2013, 08:00


Diskussion

Kommentare aktualisieren
Bitte Javascript aktivieren!