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Der angebliche Prinz versprach über Facebook einen Auftrag für neue Böden im Buckingham Palast 
Der angebliche Prinz versprach über Facebook einen Auftrag für neue Böden im Buckingham Palast  - Foto: Reuters/SUZANNE PLUNKETT

Letztes Update am 14.03.2014, 20:55

Burgenländer fiel auf "Prince Harry" herein. Der ehemalige Unternehmer hoffte auf Millionen-Auftrag vom Buckingham Palast und überwies 27.500 Euro an Betrüger

Das große Geld witterte ein ehemaliger Unternehmer aus dem Bezirk Oberwart und vertraute auf das englische Königshaus. „Auf Facebook wurde der Mann von einem Nutzer mit dem Usernamen ,Prince Harry‘ kontaktiert“, erklärt ein Ermittler.  Da das Opfer früher eine Bodenverlegerfirma führte und auf seiner Facebook-Seite Fotos von diversen Böden und Intarsien eingestellt hat, zeigte der unbekannte User (Prince Harry) Interesse und vermittelte einen Anwalt für einen Sanierungsauftrag im Buckinghampalast in London. Eine Million Pfund wollte es sich der mutmaßliche Prinz kosten lassen und einen Bodenleger aus dem Burgenland engagieren.

Kein Auftrag

Für eine angebliche Firmengründung in Großbritannien zahlte der Südburgenländer eine Summe von 2500 Euro auf ein Konto bei der englischen Bank Lloyd.

„In weiterer Folge wurde laut dem Anzeiger sein Unternehmen in London im Handelsregister eingetragen“, sagt ein Ermittler. Danach wurde der Unternehmer zu einer Sicherheitsleistung von 22.000 Euro aufgefordert, er überwies im Vertrauen auf die englische Krone das Geld auf ein Bankkonto.  Ihm wurde nun eine Auszahlung der Hälfte der Summe von 500.000 Euro zugesagt, dieser Betrag sei aber laut dem Täter von einer Behörde namens „Drugs Law“ eingefroren worden. „Das Opfer wurde abermals aufgefordert 18.000 Euro auf ein Konto bei der Western Union zwecks Freigabe des Geldes einzuzahlen“, sagt ein Ermittler. Anfang März überwies er schließlich nur mehr 3000 Euro via Western Union. Gestern, Freitag, ging der Mann schließlich zur Polizei. In Summe hatte er  27.500 Euro auf mehrere Konten eingezahlt. Die Ermittler stufen die Chancen, dass er das Geld wieder bekommt, gering ein. „Genaues können wir noch nicht sagen“, erklärt ein Beamter.

(KURIER) Erstellt am 14.03.2014, 20:55

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