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Wahrscheinlich „Nice to meet you“ sagte Präsident Obama zu Sarah Horvath, der die Knie schlotterten.
Wahrscheinlich „Nice to meet you“ sagte Präsident Obama zu Sarah Horvath, der die Knie schlotterten. - Foto: Privat
Zurück daheim:  Sarah Horvath kann   Schülern<br />
einen Aufenthalt im Ausland nur empfehlen.
Zurück daheim:  Sarah Horvath kann   Schülern
einen Aufenthalt im Ausland nur empfehlen. - Foto: GEORG GESELLMANN/georg gesellmann

Letztes Update am 21.01.2013, 20:34

Barack Obama war erfreut, eine Burgenländerin zu treffen. Sarah Horvath war ein halbes Jahr lang als Austauschschülerin in der Highschool von Liberty, Kentucky.

Sarah Horvath war ein halbes Jahr lang als Austauschschülerin in der Highschool von Liberty,  Kentucky. Als Barack Obama der 17-jährigen Schülerin Sarah Horvath aus Marz in Washington die Hand drückte, schlotterten ihr die Knie. „Und wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht mehr so genau, was der amerikanische Präsident zu mir sagte“, erzählt die Marzerin. Sie glaubt, so etwas Ähnliches gehört zu haben wie: er freue sich, sie zu treffen (nice to meet you), wisse, dass sie ihn noch nicht wählen darf, hoffe aber, wenn es soweit ist, dass er Sarahs Stimme bekäme.

Die Burgenländerin war mit einer Schülergruppe in Washington, und Barack Obama hatte im Wahlkampf „zufällig“ Zeit. Während es für Sarah Horvath ein Erlebnis war, waren ihre Gasteltern in Kentucky davon nicht besonders angetan. Dieser Bundesstaat gilt als konservativ.

Ihren Aufenthalt in der Ortschaft Liberty (2168 Einwohner) im Bundesstaat Kentucky wird Sarah Horvath wahrscheinlich nicht so schnell vergessen. Vor einem halben Jahr machte sie sich  auf nach Amerika, um als  Austauschschülerin ihr Englisch zu verbessern und Erfahrungen in einem fremden Land zu sammeln. Vergangene Woche kam sie zurück.

War es anfangs für sie mehr als schwierig – sie wollte nach der Ankunft umdrehen und heim nach Marz fliegen –, flossen beim Abschied in den USA Tränen. „Es war einfach eine tolle Zeit.“ Ihre Gasteltern, große Farmer und Pferdezüchter, nahmen sie „sehr nett “ auf.  Während ihres sechsmonatigen Aufenthalts habe sie  „echte Freunde“ gefunden.

Nett und freundlich

Kein böses Wort möchte Sarah Horvath über die Amerikaner verlieren: „Das sind nette, offene und freundliche Menschen.“  Dort sei das Leben nicht besser oder schlechter als in Österreich, „aber anders“. „Natürlich“ gebe es  Dinge zu kritisieren wie zum Beispiel die Waffenleidenschaft der Amerikaner  (ihr Gastvater hat zwei Gewehre) oder die Freude am Jagen.

Über die Ernährung der Amerikaner könnte sie mehrere Lieder singen.  Einmal buk sie eine Sachertorte, so wie es sich gehört, sagt sie. G’schmackig sei sie gewesen. Aber was fanden die Gäste: Zu wenig süß, zu wenig Schokolade, zu wenig geil und zu wenig synthetisch. „Kiloweise“ Schlagobers wurde drauf geschmissen. Das konnte die junge Burgenländerin nicht verstehen. Sie wurde durch die Sympathien am Wiener Schnitzel entschädigt. „Die haben ihnen geschmeckt.“

Sarah Horvath kehrt  in den nächsten Tagen in ihre Klasse, die 4. HAK in Eisenstadt, mit Freude zurück. Obwohl sie ein „bisschen Bauchweh“ habe. Denn das Schulsystem in Kentucky sei doch etwas anders als das in Eisenstadt. Jeden Tag  wurden sieben Lehrgegenstände vorgetragen.  „Das ist wesentlich einfacher als in der HAK“, sagt die 17-Jährige.

Bereicherung

Doch eines möchte sie dennoch los werden: „Jeder, der die Möglichkeit hat eine Zeit im Ausland zu verbringen,  der sollte es tun. Es ist  eine Bereicherung.“ Und wenn es jemanden gibt, der diese Möglichkeit hat, aber sie nicht nützt, soll sie anrufen: „Ich fahr’ statt ihm.“

(KURIER) Erstellt am 21.01.2013, 20:34

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