Schwertschlu­cker, Schlangenfrauen & Co.

Schwertschlucker, Seiltänzer und Tattoo-Freaks - sie alle sind Nachfahren der "Schausteller".

Ein indischer Schwertschlucker während der Proben für die Akrobatikshow "India" 2009. Chayne Hultgren - "The Space Cowboy" während eines erfolgreichen Guiness Weltrekord. Insgesamt schluckt er 18 Schwerter mit einer Länge von 72 cm. Drehorgelspieler sind heutzutage kaum mehr anzutreffen. Im Bild: Ein Drehorgelspieler beim Altstadt Fest der Stadtrichter in Kärnten. Auch Akkordeonspieler waren sehr beliebt. In Österreich wird dieses Instrument seit jeher gerne gespielt. Noch heute fasziniert die Arbeit von Dompteuren. Im Bild: Der Dompteur Martin Lacey aus Grossbritannien mit seinem weißen Löwen "King Tonga". Egal ob als Clinic Clowns in Krankenhäusern, im Zirkus oder bei Kindergeburtstagen, Clowns haben noch immer Konjunktur. Im Bild: Clown Barto. Grazil und sehr kunstvoll sehen Tuch- oder Seiltänzer bei ihren Kunststücken aus. Im Bild: Die deutsche Tuchakrobatin La Spina. "Silhouettenschneider" nannte man früher Menschen, welche Scherenschnitte herstellten. im Bild: Scherenschnitt im Böhmischen Prater. Immer wieder aufs Neue faszinierend: Jonglieren. Im Bild: Jongleur Thomas Dietz. Unglaubliche Verrenkungen und eine bedenklich aussehende Flexibilität: Schlangemenschen. Im Bild: Die aus Südafrika stammende Schlangenfrau Lunga. Auch die Kunst des Feuerschluckens benötigt jahrelanges Training. Im Bild: Feuerschluckerin Angelica. Sogar Bodybuilding fand man auf vielen Jahrmärkten. Heutzutage gibt es eigene Weltmeisterschaften. Im Bild: Die "World Classic Bodybuilding Championships 2012" in Sofia. Wer heute noch als "Freak" gelten will, und sich vom Mainstream abzusetzen versucht, der kann auf viele Tattoos und Bodymodifications setzen. Im Bild: Rick Genest aka Zombie Boy. Maria Jose Cristerna, besser bekannt als "The Mexican Vampire Woman". Erik "The Lizardman" Sprague und Jalisa "The Eyepopper" Thompson. "Cat Man" Dennis Avner - verstorben im November 2012.

Unter Schaustellern versteht man eine Gruppe von Menschen, die ihre Attraktionen an wechselnden Orten darbieten. Im Laufe der Geschichte hat sich da allerdings so einiges geändert. Europaweit gibt es Schausteller schon seit dem Altertum, allerdings befanden sich die Menschen dieser Berufsgruppe meist am sozialen Rand und galten im Mittelalter als "unterständisch".

Zu den Schaustellern gehörten unter anderem Seiltänzer, Schlangenmenschen, Messerwerfer, Feuerschlucker, Dompteure, aber auch Schnellzeichner, Leierkastenleute und Akkordeonspieler. Selbstverständlich waren auch Schwertschlucker eine gern gesehene Attraktion. Außerdem waren auch "Kuriositäten" wie Frauen mit Bart, Menschen mit (krankheitsbedingten) Fehlstellungen und körperlichen Besonderheiten, sowie auch "die stärkste Frau" der Welt und ähnliches bei den Zuschauern sehr beliebt.

Auch heute noch kann man die Fertigkeiten von Schaustellern bewundern, allerdings in einem anderen Maß als damals. Heutzutage nehmen eher Menschen mit besonderen Tattoos, Bodymodifications oder hochartistische Akrobaten die Rolle der Schausteller ein. Zusätzlich zählen auch Jahrmärkte mit ihren Achterbahnen und Karussellen zu dieser Berufsgruppe, sowie der Zirkus.

 

(KURIER / jr) Erstellt am
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