"Harlem Shake" in der Wiener U-Bahn

Der Internet-Trend, der seit Anfang Februar auf YouTube für Furore sorgt, ist nun auch in Österreich angekommen. Genauer gesagt in der Wiener U-Bahn.

Das Prinzip dürfte mittlerweile bekannt sein: Ein einsamer Tänzer schüttelt sich recht ungelenk inmitten einer entspannten Menschenmenge. Auf den Befehl: "Do The Harlem Shake" tanzen dann alle mit. Seit Sonntag auch in der Wiener U-Bahn. Ein neuer Internet-Trend, der seit Anfang Februar sogar "Gangnam Style" den Rang abläuft, ist jetzt also auch in Österreich angekommen. Auf YouTube werden täglich dutzende dieser 30 Sekunden langen Videos hochgeladen - ob von Studenten, Soldaten, oder Redakteuren. Im Folgenden sehen Sie Sie eine Übersicht über die besten Videos. Auch Armin Wolf soll da bald mitmachen, zumidnest wenn es nach "Maschek" (bekannt aus "Willkommen Österreich") geht. Der ZiB 2-Moderator hat zwar bereits danken abgelehent, das YouTube Video ist aber wirklich gelungen. Und so geht der Harlem Shake: Choreographie muss man sich keine merken. Wildes Herumgefuchtle mit massiver Rückenlage reicht vollkommen. Einzige Vorkehrung, die es zu treffen gilt: Irgendjemand sollte irgendwie irgendeine Maske tragen. Auf YouTube finden sich Videos wie dieses mittlerweile zu hunderten. Ob Skateboarder (Link), ... Feuerwehrmänner (Link) ... nackte Norweger (klicken Sie auf den Link, um das wilde Treiben in seiner ganzen Pracht zu sehen) oder die gesamte Redaktion der Online-Plattform Buzzfeed.com (Link) – die Videos funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip: Ein einsamer Maskierter tanzt den "Harlem Shake". Von den übrigen Menschen im Raum wird er demonstrativ ignoriert. Sobald der Refrain einsetzt, stimmen alle in den exaltierten Tanz ein und schleudern ihre Hände und Hüfte gegengleich hin- und her. Den Tanz gibt es schon seit Anfang der 80er.

  Neu sind die Videos - die ersten tauchten Anfang Februar auf YouTube auf und getanzt wird vor allem zu dem prolligen Soundtrack: Der Song heißt "Harlem Shake" und stammt vom DJ Baauer. Der DJ aus Brooklyn ist einer der führenden Vertreter eines neuen Genres, das bis vor Kurzem noch im Untergrund vor sich dahinkochte: Trap. Eine Mischung aus House und Dub gewürzt mit Southern Hip-Hop. Und schenkt man diversen Twitter-Propheten Glauben, wird Trap 2013 wie Dubstep vor zwei Jahren den Durchbruch in den Mainstream schaffen. Die „Harlem Style“ Videos auf YouTube sind da jedenfalls nur der Anfang, meint „The Atlantic Wire“ in seinem Artikel über das neue Phänomen. Wir dürften uns also noch auf einiges gefasst machen. (Hier geht's zum Original-Video, das den Hype ausgelöst hat).
 
(KURIER / kob) Erstellt am
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