Letztes Update am 05.04.2012, 17:21
Maresa Hörbiger: "Wollte dieser Familie entgehen".
Warum die Schauspielerin doch nicht KURIER-Journalistin wurde und sich auf ein Wiedersehen mit Peymann freut.
Maresa Hörbiger wollte als junges Mädchen alles andere als in die Fußstapfen ihrer berühmten Eltern Attila Hörbiger und Paula Wessely treten. Es reichte schon, dass ihre zwei älteren Schwestern Elisabeth und Christiane ...
... das Schauspielfach als ihre Berufung sahen: „Ich habe nicht gewusst, wie ich dieser Familie entgehen soll. Ich wollte auf jeden Fall etwas anderes machen“, verriet die heute 67-Jährige im Wohnzimmer ihres Elternhauses in der Wiener Himmelstraße.
Stolze Oma: Maresa mit Enkel Samuel
„Ich wollte Journalistin werden und hatte einen Termin bei Hugo Portisch.“ Das Treffen mit dem damaligen KURIER-Chefredakteur entpuppte sich als lebensverändernd: „Herr Portisch hat mir ganz klar diesen Beruf geschildert und gesagt, dass er mich sofort auf die Straße schicken müsste. Ich hätte Unfälle beschreiben müssen.“
Süß: Maresas Lieblinge
Das war nicht, was Maresa machen wollte. Ihre Enttäuschung dürfte Portisch ihr angesehen haben: „Er sagte, ich sollte mich doch an meine Wurzeln erinnern und in mich gehen.“ Das tat Maresa. Sie wurde Schauspielerin und Ensemble-Mitglied am Wiener Burgtheater.
Heuer ist sie erstmals für eine KURIER ROMY nominiert: „Ich bin dazu gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Ich bin besonders stolz darauf, weil ich gar nicht so viel im Fernsehen gemacht habe.“ Mit Schwester Christiane Hörbiger – siebenfache ROMY-Gewinnerin (inklusive einer Platin-ROMY) – stand Maresa vergangenes Jahr erstmals in „Meine Schwester“ vor der Kamera.
Christianes Sohn Sascha Bigler führte nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch. Dass ihr Neffe heuer für den KURIER ROMY Akademie-Preis in der Kategorie „Bestes Buch TV-Film“ nominiert ist, trägt zur doppelten Freude bei Hörbigers bei.
Erfolgs-Trio: Maresa mit Schwester Christiane Hörbiger und deren Sohn Sascha Bigler
Ihre Burgtheater-Zeit unter Direktor Claus Peymann schildert Maresa Hörbiger als die „dunkelste Zeit“ ihres Berufslebens. Jetzt freut sie sich auf eine „Wiedergutmachung“ in Berlin: „Ich werde am 23. Juni bei ihm als ‚altes‘ Fräulein Else auftreten.“
(kurier)
Erstellt am 05.04.2012, 17:01